Fürstenau wartet auf den Countdown für den Abzug

16.02.2005

Bis 2010, das ist bekannt, soll die Strukturreform der Bundeswehr abgeschlossen sein. “Wann der Abzug des Sanitätsregimentes 12 stattfindet, ist uns aber noch nicht bekannt”, so der Verwaltungschef. Erst am 18. April, einem Montag, will der Verteidigungsminister Vertretern aller betroffenen Standorte in Berlin “Feinplanung und Zeitschiene” präsentieren. Fest steht: So lange Soldaten in Fürstenau stationiert sind, bleibt das Gelände am Fensterberg Kaserne. “Business as usual”, lautet bis auf Weiteres die Parole.

Ganz konkrete Konzepte für die Zeit danach gibt es noch nicht – weder bei der Stadt noch beim Bund. “Rat und Verwaltung”, bekräftigt Kamlage, “legen in dieser Angelegenheit nicht die Hände in den Schoß”. Längst hat die Diskussion begonnen. Vieles erscheint möglich. Und, wie so oft, machen Gerüchte die Runde – wie das von der Nutzung des Geländes als Gefängnis. “Alles blanker Unsinn”, sagt Helmut Kamlage. Diese Diskussion bringe so wenig wie die Haltung, angesichts der Schließung “in Starre zu verfallen”.

“Wir müssen nach vorne schauen. Vielleicht bietet sich uns trotz aller Auswirkungen auch eine Chance”, so der Verwaltungschef. Sie zu suchen, daran werde man ab Mitte April verstärkt arbeiten. Dass es sich dabei um eine Herkulesaufgabe handelt, darüber ist sich der Bürgermeister im Klaren. Und darüber, dass diese von der Stadt allein nicht geschultert werden kann. Finanziell wie logistisch hält der Bürgermeister eine “konzertierte Aktion” für unverzichtbar: Ein Zusammenspiel von Stadt, Landkreis Osnabrück, Land Niedersachsen und Bund.