Für einen gelingenden Übergang

07.09.2010

Schwarz auf weiß liegen die einzelnen Punkte des Kooperationsvertrages vor, den Kindergärten und Grundschulen in der Stadt Fürstenau geschlossen haben.

Christa Baldauf (Grundschule Fürstenau), Elke Kessler (Benedikt-Grundschule), Birgit Veerkamp (Kindergarten St. Katharina) und Astrid Dennig (Kindergarten St. Georg) stellten ihn vor. Foto: Christian Geers

cg Fürstenau. In der Stadt Fürstenau haben die Grundschulen und die Kindergärten einen Kooperationsvertrag geschlossen. Gemeinsam wollen sie dafür Sorge tragen, dass es für Jungen und Mädchen einen gelingenden Übergang zwischen Kindergarten und Schule gibt.

Vier Unterschriften stehen unter der zweiseitigen Vereinbarung, dazu gibt es einen ebenfalls zweiseitigen Kooperationsplan. Damit haben die Schulleiterinnen Christa Baldauf (Grundschule) und Elke Kessler (Benedikt-Grundschule) und die Leiterinnen der Kindergärten Astrid Dennig (St. Georg) und Birgit Veerkamp (St. Katharina) schriftlich festgehalten, wie sie die künftige Zusammenarbeit zwischen ihren Einrichtungen gestalten wollen. Das sei zum einen eine Verpflichtung, betonten sie, zum anderen sorge ein Vertrag für Transparenz und schaffe Verbindlichkeit.

Zum Vertrag: Zwischen Kindergärten und Grundschulen im Stadtgebiet soll es möglichst viele Berührungspunkte geben. Durch die räumliche Nähe der Einrichtungen sind bereits gute Voraussetzungen gegeben, zum Beispiel für gegenseitige Besuche.

Anderthalb Jahre vor der Einschulung greift der entworfene Kooperationsplan. Es gibt gemeinsame Elternabende und gegenseitige Besuche in Schule und Kindergarten. Eine Selbstverständlichkeit sind intensive Gespräche zwischen den Schul- und Kindergartenleitungen sowie den Eltern, wenn die Schulfähigkeit der Kinder begutachtet wird. Genauso selbstverständlich ist der Besuch der künftigen Klassenlehrerinnen im Kindergarten zu einer Vorstellungsrunde.

„Wir möchten die Kinder dort abholen, wo sie stehen – mit ihren Stärken und Schwächen“, betonen Kessler und Baldauf. Gerade dieses Wissen ermögliche es, individuell auf jedes Kind und dessen Bedürfnisse einzugehen. „Außerdem erhalten alle Kinder beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule gleiche Startchancen“, so die Leiterinnen weiter. Überhaupt liegt allen Beteiligten viel daran, das Kind in den Mittelpunkt zu stellen. „Wir wollen mit unserer Kooperationsvereinbarung verhindern, dass es Brüche in der Bildungsbiografie gibt.“

Stets zu Beginn eines neuen Kindergarten- und Schuljahres setzen sich die vier Leiterinnen zusammen, halten kritische Rückschau auf die gemeinsamen Veranstaltungen und planen das neue Jahr. 18 Monate vor dem Wechsel der Kindergartenkinder in die Schule stellen die Leiterinnen den Eltern den Kooperationsplan und die Aktionen vor. „Ganz wichtig ist uns dabei die Beteiligung der Eltern“, sagen Baldauf und Kessler.

Zurzeit entwickeln die vier Kooperationspartner einen sogenannten Kennenlernbogen. Darin werden Stärken und Schwächen jedes Kindes erfasst. „Das ist eine große Hilfe für uns“, sind sich die Schulleiterinnen einig. Denn so erhielten die Lehrkräfteeinen wichtigen erstenEindruck von den Schulneulingen.