Friedhelm Spree gibt Amt ab -Jan Bojer soll die CDU in der Samtgemeinde Fürstenau erneuern

24.05.2022

NOZ

Von Jürgen Ackmann | 24.05.2022, 17:39 Uhr
 
Die CDU in der Samtgemeinde Fürstenau hat die Konsequenzen aus der unbefriedigend verlaufenen Kommunalwahl 2021 gezogen und den Vorstand der Partei neu aufgestellt. Nachfolger von Friedhelm Spree als CDU-Vorsitzender ist Jan Bojer – ein Verwaltungsfachmann.

Nun ist der Generationenwechsel auch offiziell vollzogen. Es habe wegen Corona etwas länger gedauert, wieder eine öffentliche Sitzung durchzuführen, so Friedhelm Spree. Die ging nun im Gasthaus Triphaus in Fürstenau über die Bühne. Wichtigster Tagesordnungspunkt waren die Wahlen zum neuen Vorstand, um anschließend die Partei in der Samtgemeinde neu auszurichten.

Das Ergebnis: Die CDU wählte unter der Regie von Altbürgermeister Herbert Gans Jan Bojer aus Fürstenau einstimmig zum neuen Vorsitzenden. Stellvertreter sind Christian Groß de Wente aus Berge, Bernd Ortland aus Bippen, Johannes Selker aus Fürstenau sowie Hermann Winter aus Schwagstorf. Neuer Kassenwart ist Frank Nibberich. Manuela Nestroy übernimmt weiterhin das Amt der Schriftführerin. Jörg Brüwer ist neuer Mitgliederbeauftragter. Zu Beisitzern wählten die CDU-Mitglieder Stefan Achteresch, Andreas Behner, Birgit Büscher, Daniela Demel, Dieter Harbecke, Bernd Haverkamp, Katrin Kenning, Guido Roling, Burghard von Schorlemer, Thomas Unger und Martin Wille.

Fachdienstleiter in der Stadt Osnabrück

Jan Bojer arbeitet derzeit in der Stadtverwaltung Osnabrück als Fachdienstleiter für den Bereich Kinder, Jugendliche und Familie. Zuvor war der gebürtige Lingener unter anderem Leiter des Ordnungsamtes in der Samtgemeinde Fürstenau.

Der neue Vorsitzende bedankte sich bei der Partei für das entgegengebrachte Vertrauen. Er freue sich auf die neue Aufgabe. Sein erklärtes Ziel: Auch in der Opposition sei die CDU ihren Wählern verpflichtet. Die Bürger sollten bei der nächsten Kommunalwahl die CDU wählen können, weil sie gute Ideen für die Samtgemeinde Fürstenau habe. Und die wolle er zunächst mit den Vorstandskollegen entwickeln. „Denkverbote wird es nicht geben“, betonte Jan Bojer.

Das Auf und Ab bei den Kommunalwahlen

Insgesamt hat Friedhelm Spree der CDU fast 19 Jahre vorgestanden. In dieser Zeit hat er 15 Wahlen – von kommunaler bis zur Bundesebene – organisiert. Nach seinem Start als CDU-Vorsitzender am 13. November 2003 stand er wenig später vor der ersten großen Herausforderung. In Berge hatte sich eine Unabhängige Wählergemeinschaft gebildet, die 2006 in den Rat einzog, zusammen mit der SPD die CDU als Mehrheitsfraktion ablöste und mit Volker Brand den Bürgermeister stellte.

Diese und viele andere Geschichten kommen Friedhelm sofort in den Sinn, wenn er an seine Zeit als Vorsitzender denkt. Es sei ein stetes Auf und Ab in der Kommunalpolitik gewesen. Insbesondere die Wahlen zum Samtgemeindebürgermeister sei immer denkbar knapp ausgefallen. Die Differenz habe bei den letzten drei Wahlen immer nur zwischen 50 und 150 Stimmen gelegen.

Wenn Friedhelm Spree 70 wird, will er auch den Vorsitz in der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat abgeben. 70 sei eine gute Zahl, sagt Friedhelm Spree.