Freizeitpark: Start in die Zukunft

28.10.2009

hoe Fürstenau.
Ein Großteil der Gebäude der alten Pommernkaserne in Fürstenau wird für den geplanten Freizeit- und Ferienpark erhalten bleiben. Aber es gibt auch Abriss-Kandidaten. Dazu gehört auch das ehemalige Gasprüfgebäude der Kaserne, das gestern zur Freude der niederländischen Investoren als erstes die Kraft des Baggers der Firma Erich Schulte aus Schwagstorf zu spüren bekam.
Kaserne
„Das war sicher nicht das beliebteste Gebäude der Kaserne“, erinnerte sich Bürgermeister Herbert Gans an seine Zeit als Soldat. Dort überprüfte die Bundeswehr schließlich die Sicherheit der ABC-Masken. Brechreiz eingeschlossen.

Die Gebäude – insgesamt sind es fünf – werden nicht einfach abgerissen, sondern „zurückgebaut“, wie Stadtdirektor Peter Selter erklärte. Das bedeutet, dass auch der Boden tief ausgekoffert und mit Erde aufgefüllt wird.

Auch sonst ist einiger Aufwand notwendig, da ein Gebäudeabriss auf dem Kasernengelände immer einen Eingriff in ein geschlossene Versorgungssystem für Wasser, Heizung und Strom ist. Etwa drei Monate Vorbereitungszeit braucht eine solche Aktion. „Die nächsten Gebäude werden deshalb erst 2010 zurückgebaut“, erklärt der niederländische Projektleiter Kees Meekers. „Der Abriss ist der eigentliche Start in die Zukunft des Freizeitparks“, fügt Jan Koers, Geschäftsführer der Investorengruppe, hinzu.

Als Nächstes steht erst einmal die Antragskonferenz am 10. November an. Bei diesem Termin werden die Träger öffentlicher Belange – also Behörden mit Einspruchsrecht – die Pläne begutachten, die inzwischen ausgearbeitet und mit dem Landkreis Osnabrück abgestimmt worden sind. „Nach dem Raumordnungsverfahren kann dann der Flächennutzungsplan geändert und die Bebauungspläne aufgestellt werden“, erläuterte Fachdienstleiter Thomas Wagener.

Finanziert werden die Rückbau-Vorhaben übrigens aus dem Förderprogramm Stadtumbau West, an dem zu je einem Drittel Bund, Land und Stadt Fürstenau beteiligt sind.