Fragezeichen stand für Ratlosigkeit

09.10.2004

Das Fragezeichen auf der Leinwand am Ende des Vortrages von Oberfeldarzt Hans-Ullrich Wanning, dem Kommandeur des Sanitätsregimentes 12 in der Pommernkaserne, stimmte die Vertreter aus Stadtrat und Samtgemeinderat nachdenklich. Aber weder Kommandeur noch Minister konnten die Ratlosigkeit beenden.
Erst am 2. November werde der Verteidigungsausschuss des Bundestages die Liste mit den betroffenen Standorten vorgelegt bekommen, erklärte Minister Schünemann. “Und dann ist es öffentlich”, sagte er und sah dann “keine Chance mehr für eine Einflussnahme vorab”.

Schünemann zeigte sich nach Wannings Vortrag beeindruckt. Der hatte die Vorzüge des Standortes Fürstenau deutlich dargestellt. “Wir verfügen hier über Know-how und Wissen, um das hochmoderne Container-Lazarett einsatzbereit zu machen”, sagte der 41-Jährige. Die Bedingungen in Fürstenau seien optimal, angefangen beim Schießplatz bis hin zur Panzerausbildung im Simulator.

Einfluss auf die Entscheidungen des Verteidigungsministers habe er als Landesinnenminister ohnehin nicht. Aber Uwe Schünemann kündigte Protest an, sollten bei den Standortschließungen “derbe Verwerfungen” innerhalb Niedersachsens offenbar werden. Man werde darauf achten, dass es möglichst gerecht zugehe.

Zum Schluss des anderthalbstündigen Gesprächs im Schloss versuchte der Politiker, etwas Optimismus zu verbreiten. “Es spricht viel dafür, dass Fürstenau erhalten bleibt”, fasste er seinen Eindruck und “sein Gefühl” zusammen. Die Anwesenden hörten es gerne.