Flurneuordnung in Bippen / Restrup beabsichtigt

29.11.2005

vl; stv. Bürgermeister Johannes Nyenhuis, MdL Reinhold Coenen, Vorsitzender Dirk Imke

Flurneuordnung in Bippen / Restrup beabsichtigt

Zu einem Informationstreffen kamen der Vorstand des CDU Ortsverbandes Bippen und die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Bippen, mit dem Landtagsabgeordneten Reinhold Coenen, Samtgemeindebürgermeister Helmut Kamlage und Altbürgermeister Martin Schreiber zusammen.
Der stellvertretende Bürgermeister Johannes Nyenhuis informierte über die Entwicklung, den derzeitigen Verfahrensstand und die Möglichkeiten und Ziele der geplanten vereinfachten Flurneuordnungsmaßnahme. In 2001 hatte sich der Rat der Gemeinde Bippen bei der zuständigen Behörde (ehemals AfA, jetzt GLL) in Osnabrück über die Möglichkeiten zur Bezuschussung von Straßenbaumaßnahmen informiert. Im Rahmen der Gespräche wurde den Beteiligten deutlich, dass neben dem kostengünstigen Straßenbau, viele zentrale Ziele der dörflichen Entwicklung durch eine Flurneuordnung erreicht werden können. Mit dem Landvolkverband und einigen Grundeigentümern wurde ein Gesprächskreis eingesetzt. Im Oktober 2005 fand eine Infoveranstaltung für alle im angedachten Verfahrensgebiet beteiligten Grundeigentümer statt. Die Herren Altenbernd und Wencker vom GLL gaben detaillierte Informationen zum Verfahrensablauf. Die Resonanz auf diese Veranstaltung war sehr positiv. In 2006 wird das GLL die Grundeigentümer zu einer weiteren Veranstaltung einladen. Dann wird ein Arbeitskreis gewählt, der die konkrete Planungsarbeit gemeinsam mit der Gemeinde und der Flurbereinigungsbehörde durchführt. Die endgültige Entscheidung, ob die Flurneuordnung in Bippen / Restrup in das Programm aufgenommen wird, fällt das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium. Der Landtagsabgeordnete Reinhold Coenen sagte der geplanten Maßnahme seine volle Unterstützung zu.

Eine an die Erfordernisse der Zeit angepaßte Flächenstruktur unterstützt eine effektive landwirtschaftliche Bewirtschaftung. In Bippen besteht die Möglichkeit durch eine Neustrukturierung des Wegenetzes, den Ortskern vom Schwerlastverkehr zu entlasten. Die zukünftige Entwicklung (Wohnbebauung/Gewerbe) des Ortes wird in dem Konzept berücksichtigt und bietet allen Beteiligten Planungssicherheit. Die nach der europäischen Naturschutzrichtlinie in Bippen und Restrup ausgewiesenen FFH – Gebiete können in einem Flurneuordnungsverfahren für die Grundeigentümer verträglich integriert werden. Im Rahmen eines Flurneuordnungsverfahrens wird der Wegebau mit ca. 70 % gefördert. Die Planungs- und Verfahrenskosten werden zu 100 % bezuschusst und die Grundstückseigentümer sind einmalig mit maximal 160 € je ha beteiligt.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung informierte Reinhold Coenen über die aktuelle Landespolitik. Die niedersächsische Landesregierung will an einer Förderung des Radwegebaus festhalten und wird trotz knapper Kassen im nächsten Jahr zusätzliche Mittel bereitstellen. Coenen appellierte an die Bippener Entscheidungsträger, die verschiedenen vorhandenen Planungen zu konkretisieren und auf den Weg zu bringen. Für die Bippener CDU hat der Bau eines Radweges von Bippen nach Klein Bokern erste Priorität und dies ist auch Beschlusslage im Bippener Gemeinderat. Samtgemeindebürgermeister Helmut Kamlage wies darauf hin, dass die Stadt Fürstenau schon konkrete Maßnahmen für den Bau des Radweges von Schwagstorf nach Klein Bokern unternommen hat. Somit bestehen realistischen Chancen eine durchgehende Radwegeverbindung von Bippen nach Schwagstorf zu realisieren.