Flurbereinigung Bippen-Restrup: Probleme lösungsorientiert diskutiert und behoben – Alle Beteiligten sind zufrieden

18.01.2012

NOZ 18.01.2012

hoe BIPPEN. Ziemlich stürmisch war es beim Fototermin an der Betonspurbahn, die die Kreisstraße 119 zwischen Bippen und Restrup mit der Landesstraße 73 zwischen Eggermühlen und Bippen verbindet. Diese neu geschaffene Verbindung bildet besonders für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge einen kürzeren Verbindungsweg und entlastet den Ortskern von Bippen von der Durchfahrt ebendieser Fahrzeuge. Die Maßnahme gehört zum ersten Wegebauvorhaben, das im Zuge der Flurbereinigung Bippen-Restrup durchgeführt wurde.

Die zahlreichen Beteiligten an der Flurbereinigung Bippen-Restrup sind mit der Abnahme des ersten Wegebauvorhabens zufrieden. Foto: Liesel Hoevermann

Die zahlreichen Beteiligten an der Flurbereinigung Bippen-Restrup sind mit der Abnahme des ersten Wegebauvorhabens zufrieden. Foto: Liesel Hoevermann

Die Vertreter der Teilnehmergemeinschaft und der verschiedenen Behörden des Landkreises Osnabrück hatten sich denn auch von dem ungemütlichen Wetter ebenso wenig abhalten lassen wie die Beteiligten aus der Gemeinde Bippen, der Samtgemeinde Fürstenau, des Planungsbüros und der ausführenden Firmen Otto und Siering aus Hopsten. Nach dem Fototermin ging es dann aber zu weiteren Gesprächen in das Hofcafé Nyenhuis.

Hier erläuterte Johannes Nyenhuis noch einmal die mittlerweile zehnjährige Entwicklung seit den Erstinformationen zum ländlichen Wegebau im Januar 2002. Neben der Erneuerung und Anpassung von Verkehrswegen an moderne Anforderungen und der Neuordnung von Flurstücken seien die Integration von Naturschutz und die Verbesserung der Wohnqualität die angestrebten Ziele der Flurbereinigung Bippen-Restrup gewesen.

Da alle Beteiligten von Anfang an in das transparente Verfahren mit eingebunden gewesen seien, hätten die anstehenden Probleme im Laufe des Verfahrens lösungsorientiert diskutiert und behoben werden können. Immerhin seien 186 Teilnehmer in dieses Flurbereinigungsverfahren eingebunden, führte Thomas Sternitzke weiter aus, der als Projektleiter des Amtes für Landentwicklung das Verfahren betreut.

In dem jetzt abgeschlossenen Bauvorhaben sind 12,7 Kilometer Wegebau in unterschiedlicher Bauweise fertiggestellt worden, die Kosten dafür betragen rund 1,17 Millionen Euro. 70 Prozent davon werden aus EU-Mitteln finanziert, die verbleibenden 30 Prozent teilen sich die Samtgemeinde Fürstenau, die Gemeinde Bippen und die Teilnehmer.

Weitere 350000 Euro wird der noch ausstehende 3,5 Kilometer lange Wegeausbau kosten.

Marius Sobkowiak vom Ingenieurplanungsbüro in Wallenhorst erläuterte den Teilnehmern die durchgeführten Baumaßnahmen anhand einer anschaulichen Bildpräsentation im Vorher-nachher-Vergleich. Dabei wurde deutlich, dass die Verzögerungen und Änderungen gegenüber der ursprünglichen Planung aufgrund von teils schwierigen Bodenverhältnissen zustande gekommen waren. Dennoch konnten Zeit- und Kostenplanung bisher eingehalten werden.

Sternitzke erläuterte anschließend die weiteren Maßnahmen im Flurbereinigungsverfahren, dazu gehört die bereits begonnene Vermessung des Planungsgebietes. Weitere Informationen werden auf der nächsten Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft im März bekannt gegeben. Das Wertermittlungsverfahren der Flurstücke soll bis Ende dieses Jahres erfolgen. Danach soll ein Neueinteilungskonzept auf- und vorgestellt werden, welches zur vorläufigen Besitzeinweisung voraussichtlich bis 2016 führen wird.

Die anschließenden Verfahrensabschnitte können sich bis ins Jahr 2022 hinziehen, was nicht nur an der Komplexität der diversen Abläufe, sondern scheinbar auch an der geringen Personalkapazität der Behörde liegt.