Eine Planerwerkstatt für die Zukunft der Innenstadt

21.04.2006

Eine Planerwerkstatt für die Zukunft der Innenstadt
ja Fürstenau.
Das Eisen muss geschmiedet werden, solange es heiß ist. Deshalb will die Stadt Fürstenau vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um die zukünftige Entwicklung der City mithilfe des Landkreises eine Planerwerkstatt ins Leben rufen. Start des Projektes ist am 23. Juni.
Wie der Allgemeine Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, Peter Selter, gestern sagte, wolle die Stadt dafür sorgen, dass “ein roter Faden für die Entwicklung der Nahversorgung erkennbar” werde. Dass es ihn bisher nicht gebe, sei von den Kaufleuten der Innenstadt bei der Diskussion um die Ansiedlung eines neuen Einkaufszentrums an der B214 wiederholt bemängelt worden (wir berichteten).
Um das Thema nun vernünftig aufzuarbeiten, werde eine Planerwerkstatt eingerichtet. In ihr würden überdies die Inhalte des bereits vorliegenden Einzelhandelsgutachten aufgearbeitet und die zukünftige Entwicklung der Nahversorgung in der Stadt unter dem Aspekt des demografischen Wandels thematisiert. Speziell hier habe der Landkreis Osnabrück bereits die Initiative ergriffen, da erste Anzeichen darauf hindeuteten, dass gerade im ländlichen Raum die Versorgung mit Apotheken, Arztpraxen sowie Einzelhandelsgeschäften langfristig nicht stabil bleibe, erklärte Peter Selter weiter. Die Behörde habe deshalb die Hamburger Beraterfirma “Convent” beauftragt, im strukturschwachen Nordkreis bei Bedarf moderierend tätig zu werden.
Die Stadt will nun die thematisch eng verknüpften Aspekte zusammenführen und übergreifend in der Planerwerkstatt diskutieren. Dabei soll das Know-how des Hamburger Unternehmens genutzt werden. Zu der ersten Sitzung am 23. Juni im Schloss wird zunächst in einem kleineren Kreis über das weitere Vorgehen gesprochen. Eingeladen sind neben den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses der Stadt, Vertretern des Landkreises Osnabrück auch Akteure der Werbegemeinschaft sowie des Stadtmarketingvereins “Fürstenau aktiv”. “Später werden wir den Diskussionsprozess natürlich auf eine breite Basis stellen und alle interessierten Bürger aus Fürstenau einbeziehen”, betont Peter Selter. Am Ende sollten nach Möglichkeit konkrete Ergebnisse stehen, um dann gemeinsam gezielt handeln zu können.