“Eine besondere Aufgabe”

18.07.2006

vl. Georg Schirmbeck, Peter Selter, Helmut Kamlage, Karl-Heinz Dirkmann

“Eine besondere Aufgabe” ja Fürstenau. Dass die IGS-Sporthalle in Fürstenau ein Sanierungsfall ist, streitet niemand ab. Aber wie kann das Probleme finanziell gelöst werden? Eine erste Antwort dazu gab gestern der Fraktionschef der CDU/FDP/UWG-Gruppe im Kreistag, Georg Schirmbeck: Der Landkreis bekenne sich zu seiner Verantwortung und werde im Januar ein Entscheidung herbeiführen.Bei einem Ortstermin machte sich Georg Schirmbeck zusammen mit Samtgemeindebürgermeister Helmut Kamlage, dem Allgemeinen Vertreter Peter Selter, IGS-Schulleiter Karl-Heinz Dirkmann und Hausmeister Wolfgang Lindwehr ein Bild vom Zustand der Sporthalle. Der größte “Problemfall” war schnell identifiziert – die Haustechnik, also Heizung, Lüftung, Sanitäranlagen und Elektroinstallationen. Die technische Lebensdauer ist nach mehr als 30 Betriebsjahren abgelaufen. Funktionsstörungen und komplette Ausfälle sind jederzeit möglich, weitere Reparaturen machen keinen Sinn mehr. Das hatte kürzlich bereits der Osnabrücker Architekt Werner Hüdepohl festgestellt, der im Auftrag der Samtgemeinde Fürstenau das gesamte Gebäude unter die Lupe genommen hat (wir berichteten). Nach seiner ersten groben Schätzung würde eine Totalsanierung der IGS-Sporthalle – einschließlich Gebäudehülle und Brandschutz – zwischen 1,2 und 1,7 Millionen Euro kosten.Dass nicht zwingend alles in einem Schritt abgearbeitet werden muss, machte Peter Selter deutlich. Es gehe um insgesamt sieben Gewerke, die sich sehr gut aufteilen ließen. Vorrang müsse dabei die Haustechnik und der Brandschutz haben. Eine Einschätzung, die alle in der Runde teilten.Das Fazit von Georg Schirmbeck: “Der Handlungsbedarf ist unabweislich. Auch wenn die Samtgemeinde Fürstenau Schulträger sei und somit eigentlich für die Finanzierung aufkommen müsse, habe der Landkreis Osnabrück hier doch eine “besondere Aufgabe” – auch vor dem Hintergrund einer strukturschwachen Region. Der Kreistag werde sich deshalb im Zuge seiner Haushaltsberatungen in der zweiten Januarwoche mit dem Thema beschäftigen und eine Entscheidung treffen, erklärte Georg Schirmbeck weiter. In gewisser Weise sei die Sporthalle nach der Sanierung der IGS ein weiterer Bauabschnitt, um den Schulunterricht langfristig zu sichern. Überdies könne die IGS auf stetig steigende Schülerzahlen verweisen. Dieser Aspekt belege die zunehmende Akzeptanz der Schule bei den Eltern im Einzugsbereich.