Er wird als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in der Samtgemeinde Fürstenau antreten: Dirk Imke (Dritter von links). Dem neuen Spielmacher, der die Bälle  zum richtigen Zeitpunkt an seine Mitspieler und Unterstüzer verteilen soll, gratulierten der Landtagsabgeordnete Christian Calderone aus Quakenbrück (links), Fürstenaus Bürgermeisterin Manuela Nestroy und Friedhelm Spree, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes. Foto: Jürgen AckmannEr wird als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in der Samtgemeinde Fürstenau antreten: Dirk Imke (Dritter von links). Dem neuen Spielmacher, der die Bälle zum richtigen Zeitpunkt an seine Mitspieler und Unterstüzer verteilen soll, gratulierten der Landtagsabgeordnete Christian Calderone aus Quakenbrück (links), Fürstenaus Bürgermeisterin Manuela Nestroy und Friedhelm Spree, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes. Foto: Jürgen Ackmann
 

Fürstenau/Bippen/Berge. Das Wahlergebnis hätte nicht überzeugender sein können: Bei der Mitgliederversammlung des CDU-Samtgemeindeverbandes Fürstenau im Hotel am Markt haben sich von 48 anwesenden Mitgliedern 47 dafür ausgesprochen, mit dem Bippener Dirk Imke als Kandidaten für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters im September 2021 ins Rennen zu gehen. Die fehlende Stimme war lediglich ungültig.

Dirk Imke ist kein Unbekannter in der Kommunalpolitik der Samtgemeinde Fürstenau. Seit 2005 ist er Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Bippen und zugleich stellvertretender Vorsitzender der CDU auf Samtgemeindeebene. Seit 2006 ist er Ratsmitglied in Bippen und im Samtgemeinderat. Verantwortung übernimmt er zudem als stellvertretender Bürgermeister in Bippen und als stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Samtgemeinderat. Schließlich ist er seit 2018 Verbandsvorsteher des Wassserverbandes in Bersenbrück. Über einen Mangel an Verantwortung kann sich Dirk Imke also nicht beklagen.

 Landwirtschaft eine Herzensangelegenheit

Nun möchte der 46-jährige Agrarökonom, der als Wirtschaftsberater in Bersenbrück bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen arbeitet, aus seinem Hobby einen Hauptberuf machen, wie er bei seiner Vorstellung sagte. Spätestens nach der Sommerpause wolle er kommunalpolitisch „Vollgas“ geben und die Zeit bis zur Wahl im September 2021 intensiv nutzen, um sich und seine Ziele bekannt zu machen. Sein zentrales Leitbild: eine lebenswerte Samtgemeinde mit starken Mitgliedsgemeinden. Er sei fest davon überzeugt, dass die Arbeit im Stadt- und den beiden Gemeinderäten zu besseren Ergebnissen führe als ein Rat in einer Einheitsgemeinde. Eine Herzensangelegenheit sei ihm die Landwirtschaft. Sie sei in der Samtgemeinde ein bedeutender Faktor – einschließlich des vor- und nachgelagerten Bereichs. „Ich stehe für Respekt im Umgang mit der Landwirtschaft“, so Dirk Imke. In den öffentlichen Diskussionen müssten die gesellschaftlichen Gruppen mehr miteinander als übereinander reden.

Für Erhalt der Infrastruktur

Weiter auf der Agenda von Dirk Imke: die Bildung und besonders die Betreuung von Jungen und Mädchen, der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur vom Dorfladen bis zur Arztpraxis, die Digitalisierung, der Brandschutz, der Tourismus und die Nachhaltigkeit. Für die Verwaltung wünscht sich Dirk Imke flache Hierarchien bei maximaler Eigenverantwortung der Mitarbeiter.

Zuvor hatte der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes, Friedhelm Spree, die Mitglieder auf den Wahlkampf eingeschworen. Er freue sich, dass die CDU sich so frühzeitig aufgestellt habe, um strategisch eine gute Position zu erlangen. Zudem beschwor er die Mitglieder, gemeinsam dafür zu sorgen, die Basis zu mobilisieren. Die Landratswahl sei trotz eines guten Kandidaten genau deshalb verloren gegangen. Von den 13077 Wahlberechtigten in der Samtgemeinde hätten im zweiten Wahlgang nur noch 4256 gewählt. Während Anna Kebschull ihren Wähleranteil leicht von 1688 auf 1895 Stimmen ausgebaut habe, sei Michael Lübbersmann von 3688 Stimmen auf 2342 in der Samtgemeinde abgerutscht.

CDU hat Fehler gemacht

Der Landtagsabgeordnete Christian Calderone wiederum räumte ein, dass die CDU im Landratswahlkampf programmatische und inhaltliche Fehler gemacht habe. Zudem müsse die CDU jüngere Wählerschichten gewinnen. Derzeit überzeugten die Wahlergebnisse der CDU ab der Generation der 50-Jährigen. „Erst dann wird es schön für uns“, so Calderone, der zudem betonte, dass die Stärke der CDU immer die ideologische Offenheit gewesen sei. Sie müsse wieder in den Fokus gestellt werden.