Ein Löschteich und DIN 14210

08.09.2007

Ein Löschteich und DIN 14210ja Fürstenau/Bippen/ Berge.Wenn ein Regenrückhaltebecken zum Löschteich umgebaut wird, dann kann das weitreichende Folgen haben – zum Beispiel rechtlicher Art. Aus diesem Grunde beschäftigte sich der Werkausschuss der Samtgemeinde Fürstenau mit dem Gewässer in Schwagstorf – in diesem Jahr ist es umgebaut worden. Nun muss aus Sicherheitsgründen ein Zaun her.Wie Monika Kolosser, zuständige Fachdienstleiterin, in der jüngsten Sitzung den Mitgliedern des Werkausschusses erläuterte, müssen Löschwasserteiche nach DIN 14210 mindestens mit einem 1,25 Meter hohen Zaum umfriedet sei. Überdies sei ein mindestens zwei Meter breites Tor im Zufahrtsbereich zum Löschteich erforderlich. Dies hat auch der Kommunale Schadensausgleich in Hannover vor einiger Zeit unmissverständlich deutlich gemacht. Dort wird aus versicherungstechnischer Sicht dringend empfohlen, die Löschwasserteiche DIN-gerecht einzuzäunen. Geschehe dies nicht, stelle das unter strafrechtlichen Gesichtspunkten einen fahrlässigen Verstoß dar.Hinzu kommt, dass die Familien Evers und Hummert – direkte Anlieger des ehemaligen Regenrückhaltebeckens – daraufhin gewiesen haben, dass der Teich an Wochenenden eine große Anzahl von Besuchern anlocke, die dort spazieren gingen – besonders dann, wenn in Schwagstorf größere Veranstaltungen über die Bühne gingen. Die beiden Familien wünschen sich deshalb, dass der Löschteich – der im Zuge der Bauarbeiten stellenweise auf drei Meter vertieft worden ist – eingezäunt wird.Der Vorsitzende des Werkausschusses, Alfons Bertke, erklärte zu dem Thema, dass die Kommune nicht umhinkomme, aktiv zu werden. Ein 1,25 Meter hoher Zaun dürfte aber reichen. Benno Trütken und Friedrich-Wilhelm Oldenhage sahen das ebenso. So sprach sich der Werkausschuss nach kurzer Beratung dafür aus, dem Verwaltungsvorschlag zu folgen. Der sieht vor, dass die Kommune zunächst Kontakt mit den direkten Anliegern aufnimmt, um zu klären, in welcher Form eine DIN-gerechte Ein- zäunung – eventuell unter Kostenbeteiligung – möglich ist.