Ein Kletterwald für Familien und ein Hotel

14.06.2009

ja Fürstenau.
Die Pläne für einen Familien- und Ferienpark in der ehemaligen Pommernkaserne nehmen langsam Gestalt an. Am Donners tagabend stellten die Projektleiter der drei niederländischen Investoren ihre Vorschläge dem Verwaltungsausschuss der Stadt Fürstenau vor. Nächste Woche folgt ein Termin beim Landrat.

Wie Stadtdirektor Peter Selter gestern auf Anfrage berichtete, möchten die Investoren nach Möglichkeit noch in diesem Jahr mit den ersten Arbeiten beginnen. In der nichtöffentlichen Sitzung am Donnerstagabend hätten die Projektleiter unter anderem die Überlegungen für einen Familienkletterwald, eine Quadbahn, Bowling, Squash und andere Sportaktivitäten vorgestellt. Weiterhin sei in einem ersten Schritt geplant, einen der Kasernenblöcke zu einem Hotel mit Restaurant und Tagungsräumen umzubauen. Später sei zudem der Bau von Ferienhäusern nebst einem See vorgesehen. Grundsätzlich legten die Investoren Wert darauf, ihre Vorhaben weitgehend im Bestand zu realisieren – also bereits in der Vergangenheit genutzte Gebäude und Flächen wieder für ihre Zwecke zu reaktivieren.

Auch sonst strebten die Niederländer einen möglichst behutsamen Umgang mit dem inzwischen 360 Hektar großen Ferienparkgelände an, erklärte Peter Selter weiter. Zielgruppe seien vor allem Familien, die sich einerseits gern sportlich betätigten, andererseits auf Naturerlebnisse nicht verzichten wollten. Darüber hinaus setzten die niederländischen Investoren in ihrem Konzept auf Firmen und Verbände, die Angebote in dem neuen Park in Fürstenau buchten.

Was tatsächlich realisierbar ist, müssen die Investoren beziehungsweise ihre Projektplaner nun zunächst mit dem Landkreis bereden. Am nächsten Donnerstag ist ein Gespräch geplant. Dann könnte alles seinen behördlichen Gang nehmen.

Unabhängig davon stehen – wie berichtet – für die nächsten Jahre bis zu acht Millionen Euro an Fördergeldern von Bund, Land und Kommune bereit, um die Infrastruktur – also Versorgungsleitungen oder Straße – innerhalb des Kasernengeländes zu verbessern. Diese Gelder, die über das Programm „Stadtumbau West“ fließen, kommen aber nur zur Auszahlung, wenn die Niederländer ihrerseits mindestens ein Drittel der genannten Summe investieren.