Ein Familien- und Kinderservicebüro

24.02.2007

Ein Familien- und Kinderservicebüro
ja Fürstenau/Berge/ Bippen.
Die Samtgemeinde möchte zum 1. April für ihre Mitgliedskommunen in Fürstenau, Bippen und Berge ein “Familien- und Kinderservicebüro” einrichten. Sitz soll das Schloss in Fürstenau sein,wie gestern Samtgemeindebürgermeister Peter Selter auf Anfrage berichtete.

Ausgangspunkt fürdas neue Projekt ist ein 100 Millionen Euro schweres Programm des Landes Niedersachsen mit dem Titel “Familien mit Zukunft – Kinder bilden und betreuen”. Über vier Jahre verteilt, will die Regierung in Hannoverinsbesondere die Betreuungsangebote für unter Dreijährige, die frühkindliche Bildung sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Zu diesemZweck sollen überall im Land “Familien- und Kinderservicebüros”eingerichtet werden, um eine flexible, bedarfsgerechte und altersübergreifende Betreuungsstrukturen sicherzustellen. Überdies sollen die Büros die Angebotefür Kinder besser vernetzen und für eine bedarfsgerechte Anzahl anqualifizierten Tagespflegepersonen sorgen.

Die Fördergelder erhalten zunächst die örtlichen Träger der Jugendhilfe, die das Geld dann weiterleiten. Im Falle der Samtgemeinde Fürstenau ist dies der Landkreis Osnabrück. Der hat sich zum Ziel gesetzt, die Landesgelder zu 100 Prozent auszuschöpfen. Zudem hat die Behörde einen “vorzeitigen Maßnahmebeginn” beantragt, so dass das Programm in der Region kurzfristigumgesetzt werden könnte. Zum 1. April ist geplant, dass zunächst zehn Kommunenmit der Einrichtung eines “Familien- und Kinderservicebüros” starten. Mit ihnen will der Landkreis in den nächsten Wochen Einzelverträge schließen.In Zahlen ausgedrückt: Die Samtgemeinde Fürstenau würde jährlich rund 41500Euro für Personal- und Sachkosten erhalten. Aus eigener Tasche müssten die Fürstenauer, Bippener und Berger während der Förderdauer nichts zahlen.

Der Samtgemeindeausschuss hat sich nun am Donnerstagabend einstimmig dafürausgesprochen, ein Büro einzurichten.