Ein Anfang ist gemacht

15.08.2007

Ein Anfang ist gemacht
Von Jürgen Ackmann
Berge.
Seit vielen Jahren wünschen sich die Berger eine zeitgemäße Turnhalle: Nun gibt es einen konkreten Plan, wie sie aussehen könnte und was sie kosten würde. Auch erste Gespräche über eine Finanzierung hat es gegeben. Als möglichen Bauzeitraum haben die Verantwortlichen zudem die Jahre zwischen 2009 bis 2011 ins Visier genommen. Bis es aber tatsächlich so weit ist, sind viele sportliche Hürden zu nehmen. Immerhin: Ein Anfang ist gemacht.

Die Entwicklung eines Turnhallenkonzeptes in Berge stand unter der Vorgabe, genau zu prüfen, was „wirklich notwendig ist und was möglich“, wie Samtgemeindebürgermeister Peter Selter, Bürgermeister Volker Brandt und der Landtagsabgeordnete Reinhold Coenen gestern bei der Vorstellung der ersten Pläne betonten. Das Ergebnis: Eine komplett neue Turnhalle – zum Beispiel am Hang vor der Haupt- und Realschule — komme nicht infrage. Allein die notwendigen Erdarbeiten dort würden den finanziellen Rahmen sprengen, wie der beauftragte Architekt Gregor Schröder bei einem Besichtigungstermin deutlich gemacht habe. Er habe deshalb ein Konzept entworfen, das von einer Sanierung und Erweiterung der alten Turnhalle ausgehe. Kosten: knapp eine Million Euro statt etwa 2,5 Millionen Euro für einen Neubau. Die Substanz des bestehenden Gebäudes sei noch in Ordnung, zumal die Samtgemeinde den Sanitärbereich vor noch nicht allzu langer Zeit renoviert habe.

Nach den Vorstellungen von Gregor Schröder könnte die Kommune die alte Halle in Richtung Klettergerüst erweitern. Sie hätte dann eine Größe von 22 mal 44 Meter (bisher 12 mal 24 Meter). In einem Seitentrakt würden zudem Sitzgelegenheiten für Zuschauer sowie weitere Duschen und Umkleidekabinen eingeplant. Darüber hinaus ist ein Foyer und eine kleine Küche vorgesehen.

Die Kosten für das Vorhaben hat der Architekt bereits relativ detailliert berechnet – selbst Papierkörbe und die Einsaat von Rasen sind einkalkuliert. Gleichwohl müssen Gemeinde und die Samtgemeinde noch viel Vorarbeit leisten, um Zuschüsse vom Land zu bekommen. Der detaillierte Antrag soll spätestens bis zum 31. März 2008 in Hannover vorliegen. Wie Reinhold Coenen erklärte, habe er in dieser Frage bereits Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. Das Berger Projekt sei in Hannover im Blickfeld. „20 Prozent der Bausumme sind drin“, erklärte er.

Das wäre ein Betrag von etwa 200000 Euro. Über die restliche Finanzierung müssten sich dann Gemeinde und Samtgemeinde Gedanken machen. Volker Brandt und Peter Selter wollen zunächst versuchen, die politische Unterstützung zu bekommen. Angesichts der derzeitigen Schuldenstände könne das Vorhaben zwar nicht sofort umgesetzt werden, aber nun gebe es ein Ziel für die Zeit zwischen 2009 und 2011, auf das hingearbeitet werden könne. Die Zahlen und Pläne könnten dafür als Diskussionsgrundlage dienen. Was die politischen Beratungen am Ende erbrächten, müsse natürlich abgewartet werden. An Volker Brandt, Peter Selter und Reinhold Coenen jedenfalls soll das Projekt nicht scheitern.