Ein Alkoholverbot an öffentlichen Plätzen wird es in der Samtgemeinde Fürstenau nicht geben. Dafür fehlten die rechtlichen Voraussetzungen, lautete die abschlägige Antwort im Jugend- und Kulturausschuss der Samtgemeinde auf eine entsprechende Eingabe.

09.09.2009

hoe/jp Fürstenau.

Die Junge Union in der Samtgemeinde Fürstenau, die sich ernsthafte Gedanken um Verbesserungsmöglichkeiten vor Ort macht, hatte neben einem Antrag für die Einrichtung eines Jugendparlamentes den Jugend- und Kulturausschuss der Samtgemeinde Fürstenau durch eine Eingabe aufgefordert, für ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen zu plädieren. Demnach sollte das Konsumieren von alkoholischen Getränken auf Plätzen wie dem Schlosspark in Fürstenau verboten werden. Ausnahmen solle es nur bei Veranstaltungen wie Stadtfest oder Kirmes geben. Die Mitglieder des Ausschusses werteten diesen Vorschlag als deutlich positives Signal der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum gesellschaftspolitischen Thema Alkoholkonsum. Auf der anderen Seite fehle aber die rechtliche Grundlage, so ein Vorhaben umzusetzen.

Durch ein Jugendparlament sollen nach Vorstellung der Jungen Union Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 25 Jahren eine Plattform zur Aussprache und Mitsprache erhalten, um Verwaltung und Parteien Anregungen und Wünsche mitteilen zu können. Einen Vorschlag über die Zusammensetzung des Jugendparlamentes in Personenanzahl und Aufteilung auf die drei Mitgliedsgemeinden inklusive Rotationsprinzip hatten sie ebenfalls dazugelegt. Die Mitglieder des Jugend- und Kulturausschusses begrüßten das Interesse der jungen Leute an dem politischen Geschehen in der Samtgemeinde und ihren Wunsch, aktiv daran mitzuwirken. Die Idee eines Jugendparlamentes fanden sie grundsätzlich gut, die weitere Vorgehensweise und die Ausgestaltung eines solchen Gremiums sollen in weiteren Ausschusssitzungen beraten werden.

Alfons-Julius Bruns, Jugendpfleger der Samtgemeinde, erläuterte während der Sitzung die Vorteile einer mobilen Skateranlage. Der Wunsch sei beim letzten Jugendforum von den Jugendlichen nach einem Kino an zweiter Stelle genannt worden. Mit der mobilen Skateranlage würde eine sportliche Form der Freizeitbeschäftigung an wechselnden Standorten in der Samtgemeinde angeboten, die auch für Schul- und Vereinsfeiern genutzt werden könnte. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf rund 10000 Euro. Die Ausschussmitglieder stimmten dem Erwerb einer mobilen Skateranlage zu.