Drei Büros im Wettstreit: Eines gewinnt

15.02.2007

Drei Büros im Wettstreit: Einesgewinnt
ja Fürstenau.
Die Dorferneuerung in Hollenstede will gut vorbereitetsein: Deshalb hat der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt der Stadt Fürstenaugleich drei Büros eingeladen, um herauszufinden, wer das beste Konzept hat. DasErgebnis: Der Vortrag der Ingenieurplanung aus Wallenhorst überzeugte ausinhaltlicher Sicht am meisten.

Nacheinander – inAbständen von gut einer halben Stunde – traten die Planer, Architekten undIngenieure aus Wallenhorst, Bad Essen und Osnabrück in den Sitzungssaal desSchlosses, dort, wo die Altvorderen von Bildern an den Wänden mal mildelächeln, mal griesgrämig dreinschauen. Sie bauten flott ihre Laptops auf oder griffenauf Hardware der Verwaltung zurück, wobei die angelieferten Datenmengenbisweilen den Rahmen sprengten und den Informationsfluss vorübergehend insStocken brachten.

Was dann jeweils folgte, waren Karten, Fachvokabular (Wissen Sie, was mit”translozieren” gemeint ist?) und Bilder. Jede Menge Bilder. Seltendürften die Kommunalpolitiker den Ortsteil Hollenstede innerhalb so kurzer Zeitaus so vielen Perspektiven gesehen haben. Die Kirchen von vorn, von hinten, vonder Seite. Den Schulbach von vorn, von hinten, von der Seite. DasBetonwartehäuschen am Ortseingang von vorn, von hinten, von der Seite. Alldiese Bilder dokumentierten vor allem eines: Die Planer waren vor Ort, siehaben sich mit Hollenstede beschäftigt und verfügen somit bereits über lokale Kompetenz,die für jeden Dorferneuerungsplan unverzichtbar ist. Bei den Touren fiel allenBüros übrigens auf, dass es im “Kirchdorf” sehr aktive Bürger gebe,dass der Gemeinschaftssinn – erkennbar an vielen Projekten wie dem Waldlehrpfad- noch ausgeprägt sei.

Erkenntnisse dieser Art wussten die Ausschussmitglieder unter dem Vorsitzvon Ulrich Geers durchaus zu schätzen. Gleichwohl hatten sie anschließend dieQual der Wahl. Die Empfehlung an den Verwaltungsauschuss, sich für dieIngenieurplanung Wallenhorst zu entscheiden, fiel schließlich deshalb, weildieses Büro bereits sehr konkrete Arbeitsansätze für eine weitereDorfentwicklung unterbreitete. Überdies bestätigte die Verwaltung, dass dieFirma in Schwagstorf in gleicher Mission bereits gute Arbeit geleistet habe.

Ach ja: “Translozieren” heißt “verlagern”.