Drei Bebauungspläne für Kasernengelände

13.03.2010

ja FÜRSTENAU.
Der Rat der Stadt Fürstenau hat am Donnerstagabend ein deutliches Zeichen gesetzt und beschlossen, für das Gelände der ehemaligen Pommernkaserne drei Teilbebauungspläne aufzustellen.

Auf diese Weise soll den niederländischen Investoren ermöglicht werden, ihre Vorstellungen für einen Ferien- und Freizeitpark rasch umzusetzen. „Wir zeigen damit, dass wir es ernst mit dem Projekt meinen“, erklärte Stadtdirektor Peter Selter nach der Sitzung.

Wie berichtet, gibt es für die Nutzung des Gesamtgeländes inzwischen eine Projektbeschreibung der Niederländer. Sie ist die Grundlage der weiteren Planungen, die sich – wie bereits 2008 vorgesehen – wegen der Größe des Geländes auf mehrere Abschnitte bis 2015 erstrecken werden. Angesichts der Verschiedenartigkeit der angedachten Nutzungen möchte die Stadt Fürstenau die Bebauungspläne aus verfahrenstechnischen Gründen zunächst in Teilabschnitten erstellen, sodass die Projekte Schritt für Schritt in Angriff genommen werden können.

Zu den drei Bebauungsplänen und ihren potenziellen Nutzungen: Ein Teilbereich mit einer Größe von bis zu 25 Hektar in der Nähe des ehemaligen Munitionsdepots soll mit Blick auf die Entwicklungen im Energiemarkt und in Ergänzung zum Gesamtkonzept für den Ferien- und Freizeitpark dem Bau und Betrieb von Fotovoltaikanlagen vorbehalten sein.

Ein weiterer Teilbereich mit einer Größe von etwa 86 Hektar soll dem Golfsport dienen. Die Umsetzung des Projektes sei zwar 2014 vorgesehen, da jedoch bereits jetzt die Möglichkeit für den wirtschaftlichen Betrieb gesehen werde, solle dieser Planungsschritt vorgezogen werden, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung.

Der dritte Teilbereich mit 56 Hektar ist für einen Off-Road-Park für Geländefahrzeuge geplant. Diese Nutzung soll im Rahmen des Verfahrens auf zwei Jahre befristetet aufgenommen werden, um den Investoren aus wirtschaftlichen Gründen eine Zwischennutzung bis zur endgültigen Umsetzung der Pläne zu ermöglichen. Zum Off-Road-Park gehören ein Campingplatz sowie eine Gastronomie.

Der Stadtrat sprach sich einstimmig dafür aus, entsprechende Bebauungspläne aufzustellen. Nun sind die Niederländer am Zuge.