Noz: von Jürgen Ackmann

Bippen. Der Vorstand des CDU-Ortsverbandes Bippen ist neu formiert. Dirk Imke gab den Posten des Vorsitzenden nach 15 Jahren an Bernd Ortland weiter, Dieter Harbecke übernahm das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden.

Bevor Dirk Imke auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Bippener CDU-Ortsverbandes als Vorsitzender zurücktrat, beendete er seine Amtszeit mit einem kurzen Rückblick. Er sprach über Highlights wie eine Reise nach Berlin zum Deutschen Bundestag im Jahr 2007 oder über insgesamt drei Kommunalwahlen voller Überraschungen. Nun wolle er sich auf seine Kandidatur zum Bürgermeister für die Samtgemeinde Fürstenau konzentrieren

Friedhelm Spree, Vorsitzender des CDU-Samtgemeindeverbandes, bedankte sich bei Dirk Imke als sein Wegbegleiter über 15 Jahre. Schriftführer Johannes Nyenhuis wiederum bezeichnete ihn als „Glücksfall für die CDU und die ganze Samtgemeinde“. Gemeinsam überreichten sie dem Bürgermeisterkandidaten einen Korb gefüllt mit dem Wichtigsten aus der heimischen Wirtschaft, damit er gestärkt die neue Aufgabe angehen könne.

Suche nach Hausarzt bisher erfolglos

Die Neuwahl des Vorstandes fiel einstimmig aus. Bernd Ortland fungiert als neuer Vorsitzender. Dieter Harbecke, bisher bereits Beisitzer für Vechtel, rückte zusätzlich für den verstorbenen Wilhelm Röthker-Bruns in die Position des stellvertretenden Vorsitzenden. Ansonsten gab es keine Veränderungen. Johannes Nyenhuis bleibt der Schriftführer. Beisitzer sind außerdem nach wie vor Martin Wilke (Bippen), Gerd Lömker (Hartlage), Andreas Nordemann (Klein Bokern), Carsten Göwert (Lonnerbecke), Kai Dallmann (Ohrte), Christian Sander (Ohrtermersch), Markus Webering (Restrup).

Auch die wichtigsten Politikthemen aus Gemeinde, Samtgemeinde und Kreistag durften nicht fehlen. Von seinem neuen Platz aus berichtete Bernd Ortland als CDU-Fraktionsvorsitzender des Gemeinderats Bippen über Zugewinne wie das Baugebiet Nord-West, die neue Sporthalle an der Maiburg-Grundschule oder ausgewiesene Gewerbeflächen in Vechtel sowie geplante in Bippen. Auf der Suche nach einem Hausarzt für die Gemeinde sei man allerdings noch immer, obwohl es an Räumen für eine Praxis nicht fehle.

Problem Digitalisierung

Dirk Imke ging anschließend auf die Förderprogramme ein, mit denen die Samtgemeinde viel in Bewegung setzen könne. Zusätzliche Plätze in Kindergärten oder die Digitalisierung von Schulen und Unterstützung von Feuerwehren seien Beispiele dafür. Er wolle sich für die Ausarbeitung entsprechender Pläne einsetzen, um möglichst viele Förderungen zu erhalten.

Auf der Kreistagsebene berichtete Jörg Brüwer unter anderem von einem Finanzknick bedingt durch die Corona-Krise. Im Gegenzug stiegen vor allem im sozialen Sektor die Kosten. Weiterhin habe die Kreistagsfraktion eine Sommertour durch Schulen absolviert, um sich ein Bild vom dortigen Digitalisierungsstand zu machen. Innerhalb eines Jahres solle die Infrastruktur verbessert werden, sodass in jedem Raum eine WLAN-Verbindung zur Verfügung stehe.

 Frauen unterrepräsentiert

Auch Friedhelm Spree griff das Thema Digitalisierung an Schulen oder für die Feuerwehren auf. Aus seiner Sicht bilde die Bürokratie ein großes Hemmnis. „Die Leute sprechen nicht miteinander“, so der Vorsitzende des CDU-Samtgemeindeverbandes. Die Koordination müsse verbessert werden, damit die Digitalisierung voranschreite.

Hinsichtlich der kommenden Kommunalwahl bedauerte Friedhelm Spree, dass Frauen unter den Kandidaten unterrepräsentiert seien – trotz der Pionierarbeit von Fürstenaus Bürgermeisterin Manuela Nestroy. Sie spreche Frauen immer wieder direkt an.