“Die Schule bleibt im Dorf”

26.04.2007

“Die Schule bleibt imDorf”
hoe Grafeld.
“Die Schule bleibt im Dorf.” Da waren sich dieEltern aus Grafeld, die Politiker und die Verwaltung der Samtgemeinde einig.Sie hatten sich zu einem Infoabend auf dem Schulhof in Grafeld getroffen.

Dass die Politikeraller Fraktionen aus Grafeld, Berge und der Samtgemeinde Fürstenau so eindeutigPosition für den Fortbestand der Grundschule beziehen würden, hätten dieGrafelder nicht unbedingt erwartet. Sie hatten sich im Vorfeld desInformationsabends deshalb besonders gut vorbereitet. Zahlreiche Großeltern,Eltern und Kinder zeigten durch ihre Anwesenheit, wie sehr ihnen der Erhalt derSchule am Herzen liegt. In ganz Grafeld hängen inzwischen Plakate und Banner,auf denen die Bevölkerung ihren Wunsch deutlich macht.

Die Argumente der Eltern und der Vorsitzenden des Elternrates, JeannetteVogel, in Stichworten: Kurze Schulwege, Identifikation mit dem eigenen Dorf,hohes Leistungsniveau bei kleinen Klassengrößen und Stärkung desGemeinschaftsgefühls. Sie rannten damit offene Türen bei Politik und Verwaltungein: Hier werden die Dinge genauso gesehen.

So stellte Samtgemeindebürgermeister Peter Selter klar, dass die Grundschulein Grafeld zum dauerhaften Angebot der sechs Grundschulen in der Samtgemeinde gehöreund dass dies auch so bleiben solle. Nun gehe es darum, die Personalfragen inZusammenarbeit mit den zuständigen Behörden schnell zu klären, damit derUnterricht zum neuen Schuljahr reibungslos weitergehen könne. Die Samtgemeindeals Schulträger könne hier durchaus Vorschläge machen, die auch Gehör fänden,betonte Peter Selter. Ebenso wie Schulleiter Harry Hahn bestätigte PeterSelter, dass die Leistungsvergleiche der Grafelder Grundschule deutlich für dieQualität dieser Bildungseinrichtung sprächen. Der Schulleiter, der zumSchuljahresende die Schule verlassen wird, regte an, dass der Erhalt der Schuleprinzipiell nicht mehr infrage gestellt werden solle.

Der stellvertretende Bürgermeister Wilhelm Apke dankte Harry Hahn für sein zehnjährigesEngagement und bekundete ebenfalls den Willen, den Fortbestand der Schule zusichern. Auch Friedhelm Spree erklärte, dass es keineswegs im Interesse derPolitiker liege, den Standort aufzugeben.

Die kommunalpolitischen Gremien werden sich in den nächsten Wochen nunoffiziell mit der Grundschule Grafeld befassen, um einen Beschluss zuerarbeiten und zu verabschieden. Bis dahin werden die Grafelder auf jeden Fallam Ball bleiben.