Die Meinungen der Fürstenauer Bürger sind gefragt

29.06.2012

NOZ   27.06.2012

Fürstenau. In Fürstenau sind derzeit die Bürger gefragt. Sie sollen sagen, was sie in der Stadt gut finden, was sie anders hätten, was fehlt. Erste Ergebnisse liegen vor, weitere werden folgen. Im Herbst ist dann eine große Bürgerversammlung geplant, wo die Initiatoren Ergebnisse und auch Lösungen präsentieren werden.

Bei der Aktion handelt es sich um eine Struktur- und/oder Sozialraumanalyse. Sie wird vom Stellwerk Zukunft aus Vechta in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Osnabrück und der Kommune durchgeführt. Während einer Arbeitssitzung berichteten Stellwerk-Geschäftsführer Uwe Helms und Barbara Reuter vom Familienbüro der Samtgemeinde Fürstenau über den gegenwärtigen Stand der Dinge. Aktuell lägen bereits rund 400 Ideen, Anregungen und Hinweise von Fürstenauer Bürgern vor. Die hätten jeweils auf einem großen Luftbild, das die Stadt Fürstenau zeige, mit verschiedenfarbigen Aufklebern deutlich gemacht, was ihnen in Fürstenau besonders gut gefalle, wo sie Handlungsbedarf sähen und welche Vorschläge sie zur Verbesserung hätten.

Unter anderem war das Stellwerk Zukunft bei Veranstaltungen wie Kindergartenfesten mit dem großen Luftbild unterwegs, um die Bürger um ihre Einschätzungen zu bitten. In nächster Zeit sollen nun weitere Meinungen gesammelt werden, zum Beispiel beim Konzert „Rock am Schloss“, auf dem Wochenmarkt und anderen kleinen oder großen Veranstaltungen. Wichtig ist den Initiatoren, dass wirklich alle Gruppen der Bevölkerung die Möglichkeit haben, zu Wort zu kommen – Kinder, Jugendliche, Eltern, Senioren.

Erste Anhaltspunkte lassen sich aus den bisher 400 Ideen und Hinweisen sicher schon ableiten. Gleichwohl wird es erst zum Herbst hin ein vollständiges Bild geben können. Zu den Bereichen, die den Fürstenauern besonders am Herzen liegen, gehören beispielsweise Fragen rund um den Straßenverkehr. Auch die Freizeitangebote sind immer wieder ein Thema. So wünschen sich einige Fürstenauer beispielsweise ein Kino vor Ort. Sehr gut bewertet und geschätzt werden wiederum das Freibad sowie der Bürgerpark – insbesondere von Familien. Zu den Anregungen: Hier gab es Fürstenauer, die sich zum Beispiel ein Mittelalterspektakel auf der Schlossinsel wünschen oder einen mittelalterlich gestalteten Weihnachtsmarkt. Zu den kritischen Äußerungen: Als Problem werden unter anderem leer stehende und wenig gepflegte Häuser im Stadtgebiet angesehen.

Das sind bisher nur einige Schlaglichter. In den nächsten Wochen und Monaten werden sich Schritt für Schritt die Themenbereiche für die Struktur- und Sozialraumanalyse herausbilden, die dann von den Machern des Projektes aufgearbeitet werden. Wie Barbara Reuter erklärte, soll zugleich geprüft werden, welche Lösungen es mit welchen Partnern und welchen Gruppen geben könnte. In vielen Fällen werde das sicher möglich sein, in manchen Fällen wiederum nicht. So oder so: Wichtig sei, dass die Bürger in diesen Prozess aktiv eingebunden seien.