1,8 Millionen Euro veranschlagt Erweiterung der Grundschule Fürstenau bis Sommer 2020

Noch in diesem Jahr soll Baubeginn für den neuen Anbau der Grundschule sein, der im Bereich der Fahrradständer (linke Seite) und des derzeitigen Eingangsbereiches  entstehen soll. Foto: Jürgen Ackmann
Noch in diesem Jahr soll Baubeginn für den neuen Anbau der Grundschule sein, der im Bereich der Fahrradständer (linke Seite) und des derzeitigen Eingangsbereiches entstehen soll. Foto: Jürgen Ackmann

Fürstenau. Der Ausbau des Bildungscampus in Fürstenau kommt voran. Auch für die Erweiterung der Grundschule wird nach Möglichkeit noch vor dem Winter der Startschuss fallen, damit das Vorhaben pünktlich mit dem Abschluss der Sommerferien 2020 fertiggestellt ist.

Der Ausbau der Grundschule ist dringend notwendig – vor allem mit Blick auf den Ganztagsbetrieb, der mit dem Schuljahr 2013/14 begonnen hat. Darauf ist das Gebäude nicht ausgerichtet. So besuchen die Grundschüler derzeit die Mensa in der nahegelegenen IGS. Auch reichen die vorhandenen Klassen- und Differenzierungsräume für die Nachmittagsangebote nicht aus. All das haben Verwaltung, Kommunalpolitik und Schule immer wieder diskutiert. Das Ergebnis: Die Grundschule wird eine eigene Mensa erhalten. Hinzu kommt ein Ganztagstrakt mit sanitären Anlagen, ein Besprechungsraum für Elterngespräche und ein Raum für die Sozialpädagogin. Das genieße erste Priorität, heißt es in einer Vorlage der Verwaltung. Der Bau einer Turnhalle beziehungsweise einer Einfeldsporthalle habe hingegen Priorität zwei.

Nachdem dies geklärt war, erfolgte dann die Ausschreibung für das Projekt. Den Zuschlag erhielt das Architekturbüro Schröder aus Merzen, das bereits das Kinderzentrum der Heilpädagogischen Hilfe geplant hat, das Anfang des Jahres offiziell den Betrieb aufgenommen hat.

Auch Foyer wird neu gestaltet

Einen ersten Entwurf stellte nun Gregor Schröder junior in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Familien und Bildung vor. Er sieht vor, dass sich der Anbau vom Eingangsbereich und Foyer in Richtung Fahrradständer erstreckt. Zudem wird der überdachte Bereich der Schule in das Bauprojekt integriert. Auch das Foyer mit seinen 335 Quadratmetern wird neu gestaltet und ein Musikraum integriert. Im Gegenzug wird der Musikraum zum Bewegungsraum. Insgesamt wird eine Fläche von rund 1000 Quadratmetern entweder neu gebaut, saniert oder umstrukturiert, wie Gregor Schröder junior erläuterte.

Die neue Mensa selbst ist mit einer Größe von 190 Quadratmeter geplant. Sie wird dem Foyer vorgelagert sein. Damit das nicht noch dunkler wird als bisher, soll die Mensa mit viel Glas versehen werden. Bis zu 100 Kinder finden dort künftig Platz.

Umsetzung des Vorhabens alternativlos

Auch auf die Kosten ging Gregor Schröder junior ein. Hier kalkuliert der Architekt einschließlich eines Aufzuges in den zweiten Stock, aber ohne Mobiliar und Küchenausstattung, mit rund 1,8 Millionen Euro. Das sei schon ein „richtig großer Schluck aus der Pulle“, so Stadtdirketor Benno Trütken. Aber die Zahl sei realistisch und damit ehrlich. Abgesehen vom Verzicht auf den Aufzug, der 35.000 Euro kosten würde, seien kaum größere Einsparungen möglich. Gleichwohl war er sich mit dem Ausschuss einig, dass eine Umsetzung des Vorhabens alternativlos ist. Friedhelm Spree fügte für die CDU hinzu, dass es wichtig sei, dass die jetzigen Planungen langfristig angelegt seien. „Nicht, dass wir in fünf Jahren wieder anfangen“, so Friedhelm Spree. Es sei deshalb gut, dass die Schule in den Planungsprozess einbezogen worden sei.