Das Land unterstützt Campus-Projekt

22.09.2007

Das Land unterstützt Campus-Projekt
ja Fürstenau.
Das Land Niedersachsen wird der Stadt Fürstenau bei der Erarbeitung eines Konzeptes für die Nachnutzung der Pommernkaserne helfen. Um die Idee für einen Campus mit einem Schwerpunkt für Pferdesport planerisch umzusetzen, wird aus Hannover über die N-Bank ein Betrag von mindestens 200000 Euro fließen. Überdies laufen derzeit Gespräche mit drei möglichen Investoren aus den Niederlanden und Österreich, deren Ideen in das Campus-Projekt einfließen könnten.

Bei einem Treffen im ehemaligen Stabsgebäude der Pommernkaserne erklärte Staatssekretär Joachim Werren vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, dass die Landesregierung das Vorhaben unterstütze und deshalb dafür sorgen wolle, dass das Geld für eine Machbarkeitsstudie in zwei Schritten zur Verfügung gestellt werde. Erste konkrete Ergebnisse sollen im März/April 2008 vorliegen, wie Projektbegleiter Dr. Stefan Diekwisch aus Hannover ergänzte.

Pferdesportexperte Ulrich Kasselmann betonte unterdessen, dass in Fürstenau ein bundesweit einzigartiges Projekt entstehen könne – beispielsweise mit Angeboten zum therapeutischen Reiten, zur Tierzucht oder zur Ausbildung von jungen Reitern. Hier gebe es Bedarf. Wichtig sei nun, dass es einen “Kopf” gebe, der die Sache vorantreibe, und einen, der die strukturellen Dinge beachte. Auch er selbst wolle sich für das Projekt engagieren.

Die “Köpfe” des Vorhabens werden wohl Pferdesportfachmann Dr. Ansgar Peiß und Fürstenaus Stadtdirektor Peter Selter sein. Dr. Ansgar Peiß gab vor gut einem Jahr den Anstoß, in der Pommernkaserne einen Campus zu etablieren. Seine drei Ziele: “Qualität, Qualität, Qualität.” Die Ansiedlung einer beliebigen Freizeitanlage, die es schon überall gebe, halte er nicht unbedingt für sinnvoll.

Der Erste Kreisrat Dr. Reinhold Kassing bewertete die Hilfe von der Landesregierung als “Signal der Hoffnung”. Es bestehe keine rechtliche Notwendigkeit, dass sich Hannover engagiere. Umso mehr sei die Unterstützung willkommen, um das insgesamt 330 Hektar große Kasernengelände einer sinnvollen Nachnutzung zuzuführen. Auch der Landkreis werde helfen.

Peter Selter hörte es gern. Er war sich mit den anderen Gesprächsteilnehmern einig, die Campus-Idee als Kern des Projektes voranzutreiben.

Inwieweit hier ergänzende Vorhaben mit Investoren realisiert werden können, werden die Gespräche und Planungen der nächsten Monate zeigen.