Burgmauer nimmt Gestalt an – Historischer Charakter des Schlosses in Fürstenau wird betont

17.04.2012

NOZ 17.04.2012

ja/pm Fürstenau. Die Arbeit hat sich schon jetzt gelohnt: Da waren sich Vertreter der Samtgemeinde Fürstenau, des Landschaftsverbandes, des Heimatvereins und von Fürstenau aktiv sicher. Sie nahmen bei einem Ortstermin die Arbeiten für die Rekonstruktion eines Teils der alten Burgmauer am Schloss unter die Lupe.

Die Idee für dieses Vorhaben hatte der Verein Fürstenau aktiv. Er hat sich in der Vergangenheit immer wieder für die Schlossinsel engagiert, um sie für Touristen und Historiker interessant zu machen. Das Burgmauer-Projekt gehört dazu.

Das Gemäuer umfasste in alter Zeit die ganze Schlossanlage und sorgte dafür, dass die Erdwälle nicht ausspülen konnten. Erhalten sind heute noch die Fundamente, auf die nun die Burgmauer in Teilen neu errichtet wird. Auf die Details der Anlage, die 1344 von Gottfried von Arnsberg erbaut worden ist, um den Grafen von Tecklenburg abzuwehren, ging während des Ortstermins Werner Hollermann ein. Er hat in früheren Jahren mit einem archäologischen Arbeitskreis bereits umfangreiche Grabungen vorgenommen und kennt sich bestens aus. Sein Vortrag machte deutlich, dass das Projekt sein Geld wert ist. Das sieht auch Samtgemeindebürgermeister Peter Selter so. Der historische Charakter der Schlossanlage werde wieder betont und ins Gedächtnis gerufen. Er erinnerte zudem an die Restaurierung des Portals im Eingangsbereich des Schlosses vor einigen Jahren. „So gehen wir Schritt für Schritt weiter, betonte Peter Selter. Weiterhin stellte er die von der Firma Tolle (Bippen) ausgeführten Bauarbeiten und von Ingenieur Jörg Schröder von der Samtgemeinde begleiteten Arbeiten vor.

Im Bau: Die Burgmauer auf der Schlossinsel nimmt Gestalt an. Foto: Erika Schwietert

Im Bau: Die Burgmauer auf der Schlossinsel nimmt Gestalt an. Foto: Erika Schwietert

Insgesamt stehen für das Vorhaben 25000 Euro zur Verfügung. Das Geld wird unter anderem von der Samtgemeinde Fürstenau, dem Verein Fürstenau aktiv und dem Landschaftsverband Osnabrücker Land beigesteuert. Dessen Vertreter – Dr. Ludwig von Bar – war ebenfalls vor Ort war. Er ist zugleich Präsident der Landschaft des ehemaligen Fürstentums Osnabrück und ging unter anderem auf das derzeit aktuelle Residenzenprojekt vor dem Hintergrund der Konfessionswechsel in der Vergangenheit ein. Neben Osnabrück und Bad Iburg wird auch Fürstenau gewürdigt.