Bundeswehrstandort Fürstenau wird geschlossen

02.11.2004

14 Bundeswehr-Standorte vor Auflösung

Hannover (dpa/lni)
In Niedersachsen werden im Zuge der Bundeswehrreform 14 Standorte geschlossen. Unter dem Strich fallen von den rund 56 100 zivilen und militärischen Dienstposten im Land 1206 auf Dauer weg. Das ist das Ergebnis der Bundeswehrreform, die Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) am Dienstag in Berlin vorstellte. Niedersachsen ist damit im Vergleich zu einigen anderen Bundesländern deutlich weniger belastet. An den betroffenen Standorten herrschte am Dienstag dennoch Entsetzen über die Entscheidungen von Struck.

8 große und 6 kleine Bundeswehr-Standorte werden aufgelöst. Großer Gewinner der Bundeswehrreform in Niedersachsen ist der Standort Seedorf bei Zeven. Dort wird eine hochmoderne Kaserne von den niederländischen Truppen aufgegeben, die Bundeswehr stockt ihre Dienstposten dort im Gegenzug um 3640 Mann auf. Auch Munster, Delmenhorst, Nordholz und Neustadt am Rübenberge gehören zu den Gewinnern der Reform und können einen deutlichen Truppenzuwachs verzeichnen.
Der größte Standort, der geschlossen wird, ist Goslar mit 1140 Dienstposten. Für Varel (1060) kommt ebenfalls das Aus, die Soldaten werden größtenteils nach Seedorf verlagert. Dorthin wird in Teilen auch der Standort Wildeshausen (640) nach seiner Auflösung umziehen. Lingen (980) wird aufgegeben und teilweise nach Delmenhorst sowie Schwanewede verlagert. Auch der Standort Fürstenau (890) wird teilweise nach Schwanewede umziehen. Das Bundeswehrkrankenhaus Bad Zwischenahn (440) wird nach Westerstede verlagert, die Garnisonen in Hildesheim (410) und Wesendorf (970) werden komplett aufgelöst.

Weitere 22 Standorte müssen teilweise eine erhebliche Reduzierung ihrer Dienstposten hinnehmen, darunter Celle (minus 570 Posten), Oldenburg (minus 540 Posten), Aurich (minus 530), Schortens (minus 480) und Faßberg (minus 310).