BKB (cg) Montag beginnt die Postmoderne. Stadt akzeptiert Entscheidung

18.09.2004

Der Protest hat nichts genutzt, der gelbe Riese hat seine Rationalisierungspläne nicht fallen lassen und macht seine Ankündigung wahr – wenn auch mit einigen Tagen Verzögerung. Eigentlich, so hatte die Regionalleitung Nord des Unternehmens der Stadtverwaltung Anfang Juni schriftlich mitgeteilt, sollte die “eigenbetriebliche Filiale in Fürstenau” schon am 28. August schließen.
Wenn heute die letzten Kunden den Schalterraum in dem Haus Nummer 27 in der Bahnhofstraße verlassen haben, geht in Fürstenau eine Ära zu Ende. Das Gebäude, wurde jüngst in einer Ausschusssitzung bekannt, nutzt die Post AG künftig als Anlaufstelle für Zusteller und die Postfachanlage.

Dass sich für die Kunden außer einer neuen Anlaufadresse nicht viel ändert, betont der Bonner Konzern. Das komplette Dienstleistungsangebot werde von der neuen Agentur übernommen: Verkauf von Briefmarken, Telefonkarten und Packsets, dazu sämtliche Briefleistungen und der Geldverkehr für Postbankkunden. Wie bisher bleibe auch die Vertraulichkeit gewahrt. “Alle Angestellten, die künftig postalische Aufgaben wahrnehmen, sind zur Wahrung des Post- und Postbankgeheimnisses verpflichtet.”

Die Umorganisation des gelben Konzerns nehmen die Stadtvertreter zur Kenntnis – wohl oder übel. “Das ist die Entscheidung eines privatwirtschaftlichen Unternehmens und nicht mehr die einer Bundesbehörde”, sagt Stadtdirektor Helmut Kamlage. Die Stadt respektiere die Neuorganisation, habe aber stets mit Nachdruck deutlich gemacht, “dass der bisherige Service erhalten bleiben muss”. Dem Umzug gewinnt der Verwaltungschef etwas Gutes ab: “Für die Innenstadt ist das eine positive Entscheidung.”

Die Öffnungszeiten der Postagentur in der Buchhandlung Ludlage: montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr und von 14.30 bis 18 Uhr, donnerstags von 14.30 bis 19 Uhr. Am Samstag hat die Agentur zwischen 9 und 13 Uhr geöffnet.