Beschluss des Samtgemeinderates – Kindergärten unter einem Dach

17.12.2010

BKB vom 18.12.2010
Fürstenau/Bippen/Berge. Alle Gremien haben beraten, alle Gremien haben zugestimmt. Die Übertragung der Kindergarten-Aufgaben auf die Samtgemeinde Fürstenau ist nun beschlossene Sache. Bisher lag diese „Förderung der Kinder in Tageseinrichtungen“ – so die offizielle Bezeichnung – in den Händen der Mitgliedkommunen, Bippen, Berge und Fürstenau.

Der Rat der Samtgemeinde setzte am Donnerstagabend einstimmig einen Schlusspunkt hinter einen langen Verhandlungs- und Sitzungsmarathon. Zum einen mussten – wie berichtet – viele finanzielle Aspekte zwischen den Kommunen besprochen werden, zum anderen mussten alle Räte in den Mitgliedsgemeinden ebenfalls ihre Zustimmung geben.

Hintergrund für die Übertragung der Kindergärten auf die Samtgemeinde war vor allem die zunehmende Zahl von Aufgaben, die in der Kinderbetreuung auf die Kommunen zukommt – Stichwort „Vernetzung mit Schulen“, Stockwort „Ausbau der Betreuung“. Solche Aufgaben können besser unter dem Dach der Samtgemeinde koordiniert werden.

Auch die Vereinheitlichung von Elternbeiträgen in der Samtgemeinde war ein Thema. Ab dem 1. August wird nun in allen sechs Kindergärten ein einheitlicher Satz von 85 Euro für eine vierstündige Betreuungszeit gelten. Am 1. August 2012 steigt dieser Satz auf 90 Euro, 2013 auf 95 Euro. Beim Besuch einer fünfstündigen Gruppe (Integrationsgruppe) erhöht sich dieser Betrag um 20 Euro.

In der Sitzung des Samtgemeinderates lobten die Fraktionssprecher das Projekt. Es seien gute Lösungen für die Übertragung der Kindergärten gefunden worden, betonte Benno Trütken für die Gruppe SPD/Grüne. „Wir freuen uns, dass dieser wichtige Schritt gegangen werden kann.“ Positiv sei auch das Verhandlungsklima in der Arbeitsgruppe gewesen. Es zeige, dass die Zusammenarbeit zwischen Fraktionen und Gemeinden funktioniere.

Friedhelm Spree bestätigte für die CDU/FDP diesen Eindruck. Es sei sehr gut gearbeitet worden. Überdies betonte er, dass „heute auch ein guter Tag für junge Familien“ sei. Einerseits, weil es nun einheitliche Elternbeiträge gebe. Andererseits, weil nun unter dem Aspekt der Bildung eine bessere Verzahnung von Kindergärten und der Grundschulen, deren Träger ja auch die Samtgemeinde sei, möglich werde. Zudem regte Friedhelm Spree eine regelmäßige Gesprächsrunde zwischen Lehrern und Erziehern an.

Das Schlusswort sprach Samtgemeindebürgermeister Peter Selter. Der dankte ausdrücklich der Arbeitsgruppe, die eine „komplexe Aufgabenstellung“ hervorragend gelöst habe.