Berge zieht die Notbremse: Steuern steigen

18.12.2004

Zwar erwartet die Gemeinde bei den Gewerbesteuereinnahmen in diesem Jahr ein Plus von 50000 Euro, doch verheißt der Anteil der Gemeinde an der Einkommensteuer nichts Gutes – weder 2004 noch 2005. In diesem Jahr läuft alles auf ein Minus von 40000 Euro hinaus. “Und ich habe für 2005 große Bedenken, dass wir 20000 bis 30000 Euro weniger haben”, sagte Bertke. Der Etat 2005 geht von Einnahmen in Höhe von 568000 Euro aus. Noch ein anderer Punkt bereitet der Gemeinde Kopfschmerzen: Einnahmen von 50000 Euro sind im Vermögenshaushalt aufgrund von Grundstücksverkäufen eingeplant. Bertke: “Bislang haben wir aber diese Grundstücke noch nicht verkauft.” Nach seinen Worten lautet eine entscheidende Zukunftsfrage der Gemeinde, inwieweit sich neue Bauherren niederlassen. “Sonst sind unsere Aufgaben nur schwer zu erreichen.” In der Tat: Die Gemeinde hält rund zwei Dutzend Bauplätze vor. So lange sie nicht verkauft sind, bedeutet dies brachliegendes Kapital von mehr als 400000 Euro. Die finanziell dünne Luft zeigt bereits Wirkung beim geplanten Radweg an der L102 von der Berger Reithalle bis zur Einmündung des Antener Kirchwegs in Börstel: Statt 3,5 Kilometer wird er nur noch 800 Meter lang. “Anderes ist nicht zu realisieren”, sagte Bertke. Auch der Antrag von Eltern des katholischen Kindergartens in Berge, Mehrkindfamilien durch Beitragssenkung zu entlasten, fällt dem Sparzwang zum Opfer.