Bekommt die IGS Fürstenau ein fachgymnasiales Angebot?

13.07.2005

Für den Fürstenauer Samtgemeinderat liegen die Vorteile auf der Hand: Erweiterung der Integrierten Gesamtschule in Fürstenau um eine fachgymnasiales Angebot würde nicht nur langfristig den Schulstandort sichern, sondern auch eine Lücke im Schulangebot des Altkreises Bersenbrück schließen. Doch ob es dieses Zusatzangebot künftig geben wird, liegt allein in der Entscheidung des Landkreises Osnabrück. „Der Antrag mit einer ausführlichen Begründung wird in den nächsten Tagen abgeschickt“, sicherte Samtgemeindebürgermeister Helmut Kamlage dem Vorsitzenden des IGS-Förderkreises Friedhelm Spree, der auch Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands ist, zu. In der Sitzung des Samtgemeinderates hatte CDU- und SPD-Fraktion das Vorhaben einstimmig begrüßt. Dabei geht es nicht um die Einrichtung eines Fachgymnasiums im Sinne des Schulgesetzes, sondern um die Erweiterung der bestehenden gymnasialen Oberstufe um fachgymnasiale Schwerpunkte. Im Altkreis Bersenbrück fehlt ein solches Angebot. Es wird besonders intensiv von Realschülern mit dem erweiterten Sekundarabschluss I angenommen. Auf Grund der guten Erreichbarkeit für Realschüler aus der unmittelbaren Nachbarschaft (Ankum, Berge, Bersenbrück, Bramsche, Neuenkirchen, Quakenbrück) und dem Landkreis Emsland ist Fürstenau ein besonders geeigneter Standort. Nach den bisherigen Gesprächen strebt die IGS bei der Einrichtung des fachgymnasialen Angebotes die Fachrichtung Wirtschaft sowie Gesundheit und Soziales (Schwerpunkt Sozialpädagogik) an. Der Leiter der IGS Karl-Heinz Dirkmann erklärte den Ratsmitgliedern, dass lediglich für die Fächer Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft zusätzliche Lehrerstunden benötigt werden. Die wiederum könnten Lehrkräfte der Berufsbildenden Schulen in Bersenbrück übernehmen, die stundenweise nach Fürstenau abgeordnet werden. Die übrigen Unterrichtsstunden könne die Schule selbst vorhalten. Wichtig für Schulleiter Dirkmann: “Auf diese Weise ist der Oberstufenstandort Fürstenau und damit das Abitur dauerhaft gesichert.“