Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz am Mühlenbach in Fürstenau abgeschlossen

28.10.2010

evkö Fürstenau. 1500 Meter Ausbau des Fürstenauer Mühlenbachs, zwei neue Brücken und drei Sohlgleiten – das ist die Bilanz 15 Monate andauernder Bauarbeiten zum Hochwasserschutz.

Ein kurzer Blick zurück: 1989 hat die Stadt den Rahmenentwurf zum Hochwasserschutz der Stadt erarbeitet. Nun, 21 Jahre später, sind mit dem jüngsten Projekt alle Arbeiten abgeschlossen.
Bereits 2008 wurde das Hochwasserrückhaltebecken des Fürstenauer Mühlenbachs gebaut. Es dient dazu, sogenannte Hochwasserwellen aus dem Oberlauf des Bereichs abzufangen und „zwischenzupuffern“. Hochwassermengen, die nicht in diesem Becken zurückgehalten werden können, müssen im Mühlenbach weitertransportiert werden.


Da zusätzlich Regenwasser aus dem gesamten Stadtgebiet eingeleitet wird, musste der Mühlenbach ausgebaut werden. Der alte Gewässerquerschnitt konnte die anfallenden Mengen bei Hochwasser nicht fassen, sodass es in der Vergangenheit zu Überschwemmungen im Stadtgebiet kam.

Nach dem jetzigen Ausbau des Mühlenbaches können zukünftig Hochwasserereignisse, die statistisch einmal in 50 Jahren auftreten, ohne Überschwemmungen durch die Stadt geleitet werden. Die damit beherrschbare Wassermenge beträgt etwa 5600 Liter pro Sekunde, das entspricht einer Wassermenge von ungefähr 40 Badewanneninhalten, die pro Sekunde gleichzeitig abgeleitet werden können.

Bei einem Ortstermin in dieser Woche trafen sich Vertreter aus Rat und Verwaltung der Stadt Fürstenau sowie vom Auftraggeber Wasser- und Bodenverband Fürstenau, vom Landkreis Osnabrück, der ausführenden Firma Peters aus Vrees sowie weiterer Institutionen. Im Juli 2009 war zunächst die Firma Janssen mit der Ausführung der Bauarbeiten betraut wurden, kurz vor der Fertigstellung ging das Unternehmen in Konkurs, und die Bauarbeiten mussten neu ausgeschrieben werden. Dadurch verzögerte sich auch die Fertigstellung, die dann die Firma Peters übernahm.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme werden sich auf etwa 600 000 Euro brutto belaufen, von denen insgesamt 318000 Euro EU-Fördermittel sind.

Die Abnahmekommission zeigte sich beim Ortstermin mit dem Ergebnis der Bauarbeiten zufrieden. Die 1500 Meter des ausgebauten Mühlenbachs laden nun zu Spaziergängen ein, und auch einige Enten fühlen sich im Mühlenbach mittlerweile sehr wohl.