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Fürstenau. Die Stadt Fürstenau hat am Donnerstag beschlossen, die Turnhalle an der Bahnhofstraße aus Sicherheitsgründen für den Sportbetrieb zu schließen. Sie wird unter anderem von der Benedikt-Grundschule sowie von Sportvereinen genutzt.

Wie Samtgemeindebürgermeister Benno Trütken mitteilte, plant die Samtgemeinde derzeit im Rahmen ihres Investitionsschwerpunktes Bildung und Familie die Renovierung der Turnhalle an der Benedikt-Grundschule. Die wahrscheinlich gemeinsam mit der 1912-Schule entstandene Halle zeige bereits seit längerer Zeit Verschleißerscheinungen, so Benno Trütken. Nun sollten Untersuchungen des Baukörpers die Grundlagen für ein Sanierungskonzept bilden. Mit diesem Konzept sollten Fördergelder eingeworben werden.

Große bauliche Mängel

Die Ergebnisse der Untersuchungen eines Architekten wiesen jedoch große bauliche Mängel auf, so Benno Trütken weiter. Sie verhindern die weitere Nutzung der Halle. Aktuell werde nun ein Sicherungskonzept erarbeitet. Weitere Untersuchungen würden zudem die Grundlage für zukünftige bauliche Maßnahmen sein. Nach Möglichkeit wolle die Samtgemeinde bis zum nächsten im März einen Förderantrag stellen, um anschließend – nach Erhalt des Geldes – die notwendigen Arbeiten durchzuführen.

Samtgemeinde arbeitet an Alternativen

Für den Schulbetrieb und andere Nutzer erarbeitet die Samtgemeinde derzeit Alternativen. Zumindest theoretisch wären die IGS-Sporthalle oder die Sporthalle auf dem Gelände des Freizeit- und Ferienparks Fürsten Forest eine Option. Sie ist bereits einmal als Ausweichsporthalle genutzt worden – als der Neubau der IGS-Sporthalle anstand. Was tatsächlich möglich ist, muss die Samtgemeinde aber noch prüfen und abstimmen.

Sanierungsstau

Nachdem die Samtgemeinde viele Jahre lang einen harten Sparkurs gefahren hat, um die Finanzen wieder in Ordnung zu bringen, hat sich ein beträchtlicher Sanierungsstau gebildet, den die Kommune derzeit abarbeitet. So hat sie jüngst 500 000 Euro Fördergeld zur Sanierung der 1912-Schule bekommen. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Herbst beginnen. Das Gebäude wird hauptsächlich von der Deuta-Jugendwerkstatt, vom Jugend- und Kulturzentrum sowie von den Pfadfindern genutzt und ist damit ein wichtiger Ort für die Jugendarbeit in Fürstenau.