Ausschuss auf Tour im Ortskern – Fürstenaus Innenstadt optisch aufwerten

17.03.2012

NOZ 17.03.2012

Fürstenau. Da war das Thema wieder auf der politischen Agenda: die Zukunft der Innenstadt von Fürstenau. Dass es Handlungsbedarf gibt, ist unumstritten. Doch was genau ist zu tun? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung in seiner jüngsten Sitzung.

Zunächst stand eine kleine Tour durch die Große Straße und die St.-Georg-Straße auf dem Programm. Hier wiesen die Vertreter der Werbegemeinschaft auf einige Problemzonen hin. So sind viele der Laternen inzwischen in einem schäbigen Zustand. An den Masten ist der Lack ab, die Glaskugeln sind verdreckt – kein schöner Anblick. Neu lackieren? Glaskugeln austauschen? Alles so belassen? Das ist die Frage, auf die Kommunalpolitik und Verwaltung eine Antwort geben müssen. Auch die Begrenzungspfähle aus Metall in der Großen Straße haben schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Einige sind immer wieder von ein- und ausparkenden Autofahrern umgefahren worden. Einfach wegmachen? Auch das ist eine Frage.

Ebenfalls ein Problem: die Schmierereien – wohlwollend Graffiti genannt. Hier müssten die Eigentümer der Gebäude angesprochen werden. Zusätzliche Tipps zur Beseitigung wären hilfreich, meint die Werbegemeinschaft. Auch, was das bisweilen wuchernde Unkraut an einigen Stellen der Innenstadt angeht, gibt es Gesprächsbedarf.

Und weiter: Die Bäume in der Innenstadt haben teilweise eine stattliche Größe erreicht. Johannes Fritze beispielsweise wünscht sich, dass die beiden Exemplare vor seinem Haus entfernt werden. Sie bereiteten viele Probleme – auch wegen der Tauben. Ob möglicherweise auch ein stärkerer Beschnitt ausreicht, wie einige Tour-Teilnehmer einwarfen, müsste geprüft werden. Die Neigung, die beiden Bäume einfach zu fällen, war jedenfalls nicht sonderlich groß.

Schließlich waren auch die Papierkörbe und Sandsteintröge ein Thema. Die einen sind zerbeult und stehen teilweise windschief, die anderen haben eine grünliche Farbe vom Moos angenommen. Auch in dieser Sache müsste etwas geschehen.

Ebenfalls kritisch beäugte die Runde bei einigen Geschäften die Beschilderung, die nicht unbedingt zum historischen Umfeld passt. Hier gibt es allerdings so keine Eingriffsmöglichkeiten. Ob eine Gestaltungssatzung möglich und sinnvoll ist, in der die Stadt bestimmte Vorgaben macht? Wieder so eine Frage.

Klar ist unterdessen eines: Die Werbegemeinschaft wünscht sich eine optische Aufwertung der ansonsten schönen Innenstadt, weiß aber auch, dass der Stadt finanziell weitgehend die Hände gebunden sind. Investitionen im großen Stil sind nicht möglich.

Das gilt auch für die Einstellung eines sogenannten City-Managers – eine Wortschöpfung, die Eingang in die Tagsordnung gefunden hatte und der insbesondere Karin Wolke-Höveler nichts abgewinnen konnte. So möge der City-Manager an dieser Stelle fortan „Innenstadt-Betreuer“ heißen. Wie berichtet, gibt es die Idee, diesen Innenstadt-Betreuer auf 400-Euro-Basis einzustellen. Die Kosten würden sich Stadt und Werbegemeinschaft teilen. Der Tenor in der Sitzung des Ausschusses zu diesem Thema: „Gut, das etwas passiert.“ Was noch fehlt, ist jedoch eine detaillierte Aufgabenbeschreibung.

In einem nächsten Schritt wollen sich nun die Fraktionen im Stadtrat mit dem Thema auseinandersetzen, um sich so für die weiteren Beratungen zu präparieren.