Ann Oldiges im Interview – Gespräch mit möglicher Bürgermeisterkandidatin

11.10.2013

Noz 11.10.2013
Fürstenau. Der geschäftsführende Vorstand der CDU in der Samtgemeinde Fürstenau hat die Polizeirätin Ann Oldiges aus Grafeld als Kandidatin für das Bürgermeisteramt in der Kommune vorgeschlagen. Wenn am Ende auch die Mitglieder der Christdemokraten zustimmen, wird sie sich im Frühjahr 2014 zur Wahl stellen. In einem Gespräch erläuterte sie die Hintergründe für ihre Bewerbung und gab Einblicke in ihr politisches Selbstverständnis.

Frau Oldiges, wie ist der Kontakt zwischen Ihnen und der CDU in Sachen Bürgermeisterkandidatur eigentlich zustande gekommen?

Das war ganz einfach. Die Findungskommission der CDU hat mich angerufen – genauer gesagt Friedhelm Spree. Ich war zunächst natürlich überrascht, konnte mir dann aber später gut vorstellen, so ein verantwortungsvolles Amt zu übernehmen – auch, wenn mir meine Arbeit als Leiterin des Polizeikommissariats in Bramsche sehr viel Spaß macht.

Und wie haben die Kollegen darauf reagiert?

Die waren überrascht. Aber es ist, glaube ich, schnell klar geworden, dass ich mich nicht gegen die Polizei entschieden habe, sondern bewusst für die Samtgemeinde Fürstenau. Das ist schließlich meine Heimat, für die ich mich engagieren möchte. Das habe ich schon immer getan – ob im Sportverein, in der Landjugend, in der kfd oder auch in der Frauenschießsportgruppe des Schützenvereins.

Stichwort „Heimat“. In Grafeld gab es doch bestimmt auch Reaktionen.

Klar. Die Resonanz auf meine Kandidatur – natürlich vorbehaltlich des Ergebnisses der Mitgliederversammlung am 5. November – war sehr positiv. Übrigens nicht nur in Grafeld, sondern auch darüber hinaus. Das macht Mut. Die Reaktionen haben mich darin bestärkt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Ann Oldiges im Interview - Gespräch mit möglicher Bürgermeisterkandidatin

Ann Oldiges im Interview – Gespräch mit möglicher Bürgermeisterkandidatin

Die kommunalpolitische Arbeit ist Ihnen ja nicht fremd. Sie waren ja bereits von 1996 bis 2006 als Ratsfrau für die CDU im Rat der Samtgemeinde Fürstenau aktiv. Haben Sie eine Leitlinie für Ihr politisches Handeln?

Ganz wichtig in der Politik ist die Kommunikation und die Transparenz. Diese beiden Aspekte sind die zwingende Voraussetzung für eine gute Arbeit.

Sie leiten ja derzeit in Bramsche das Polizeikommissariat. Könnten Sie da etwas mitnehmen für die Arbeit als Samtgemeindebürgermeisterin?

Sicher. Ich kenne das Personalgeschäft und die Organisationsentwicklung sowie -gestaltung gut. Außerdem habe ich einen Master of Arts im Studiengang Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement erworben. Das sind gute Grundlagen für eine Arbeit in einer Verwaltung.

Wie beurteilen Sie die Situation der Samtgemeinde Fürstenau? Die ist ja – zumindest finanziell – nicht auf Rosen gebettet.

Ich glaube, hier gibt es sehr viel Potenzial. Die Weichen für die Zukunft sind gut gestellt, wenn ich mir zum Beispiel die Entwicklung der ehemaligen Pommernkaserne anschaue oder den Abbau der Schulden. Das wird sich auszahlen.

Eine letzte Frage. Wie würde Sie Ihre Rolle als Samtgemeindebürgermeisterin sehen?

Da gibt es nur eine Antwort. Ein Samtgemeindebürgermeister muss eine übergeordnete, die Interessen zusammenführende Rolle einnehmen. Es muss um die Inhalte und um die Sache gehen.