„An Wünschen der Käufer orientieren“

06.09.2007

„An Wünschen der Käufer orientieren“hoe Fürstenau.Es war der einzige Tagesordnungspunkt der Ratssitzung der Stadt Fürstenau – die Genehmigung des Bebauungsplanes Nr. 59 „Sondergebiet Utdrift“. Aber er hatte Gewicht. Hinter der Bezeichnung geht es um die Planungen für das neue Einkaufszentrum an der B214.Planer Achim Haacke erläuterte zu Beginn der Sitzung noch einmal das Vorhaben, speziell die Verkehrsanbindung. Der Anschluss an die B214 werde entgegen der ursprünglichen Planung um vier Meter verringert auf eine Breite von sechs Metern, da es sich nicht um eine Abfahrt, sondern lediglich um eine Zufahrt handle. Vonseiten der Naturschutzbehörde sei von der Stadt eine größere Ausgleichsfläche gefordert worden als Kompensationsmaßnahme für die erhöhte Versiegelung. Auch diese Auflage sei inzwischen erfüllt. Somit seien „die Anpassung an die Ziele der Raumordnung erfüllt“, sagte Haacke abschließend.Vor der endgültigen Abstimmung betonte Winfried Knocks für die SPD-Fraktion noch einmal, dass die Planungen auch Grundlage dafür seien, dass Edeka in Fürstenau bleibe. Die Stadt müsse sich mit ihrer Planung an den Wünschen der Käufer orientieren, sonst wanderten diese in die Nachbargemeinden ab. Ähnlich äußerte sich auch Friedrich-Wilhelm Oldenhage von der CDU. Das Interesse der Bürger sei eindeutig, betonte er, dass Abwandern von Käufern in umliegende Regionen werde nur durch eine große Angebotspalette in Fürstenau verhindert. Benno Trütken von der SPD sah das allerdings anders. Die Innenstadt werde durch die großen Anbieter im Außenbereich zum Nebenzentrum degradiert. Sie müsse nun deutlich gestärkt werden. Ähnlich äußerte sich auch Ulrich Geers von der CDU. Seiner Ansicht nach hätte eine Begrenzung der potentziellen Anbieter im neuen Baugebiet eine Schwächung des Innerstadtangebots verhindern können.Mit 16 zu 3 Stimmen nahm der Stadtrat schließlich die Planungen an. Damit ist also der nächste planerische Schritt vollzogen. Unterdessen gehen die bereits begonnenen Arbeiten weiter. Der vermeintliche Baustopp, der Mitte August das Sommerloch in Fürstenau mit Gerüchten über eine mögliche Schließung der Baustelle füllte, war lediglich eine Bauunterbrechung, wie Stadtdirektor Peter Selter klarstellte. Da die Arbeiter der Baufirma hauptsächlich aus Vechta kämen, habe es wegen des Stoppelmarktes eine Art Sonderurlaub gegeben. Überdies hätten starke Regenfälle und die entsprechend aufgeweichten Erdmassen die Wiederaufnahme der Bauarbeiten verzögert, berichtete Peter Selter.Mittlerweile ist aber der Stoppelmarkt ebenso wie der Fürstenauer Erdboden wieder trocken, und die Bauarbeiten können weitergehen.