57 neue Baugrundstücke für die Stadt Fürstenau

12.06.2015

NOZ 12.06.2015

Fürstenau. Die Stadt Fürstenau soll 57 weitere Baugrundstücke im „Kollenpohl“ im Nordwesten der Kommune erhalten. Das hat der Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zum Beschluss empfohlen.

Der Bebauungsplan „Kollenpohl“ ist seit 2006 rechtskräftig. Zuvor hatte die Stadt beschlossen für den Geltungsbereich des Baugebietes ein Umlegeverfahren parallel zur Bebauungsplanaufstellung durchzuführen. Da es in den vergangenen Jahren keine Nachfrage nach Baugrundstücken über den Bestand hinaus gab, ruhte das Verfahren aber.

Große Nachfrage nach Grundstücken

Das hat sich inzwischen geändert. Die Nachfrage nach Baugrundstücken ist stark gestiegen, so die Verwaltung. Deshalb hat die Stadt im Sommer 2014 zunächst beschlossen, für den Bereich südlich der Kranenpohlstraße einige Baugrundstücke im Rahmen einer Teilumlegung auszuweisen. Nach Ansicht der Verwaltung reichen diese Flächen aber noch nicht aus. Sie empfiehlt deshalb, eine längerfristige Lösung anzustreben, und zwar dieses Mal nördlich anschließend an die bestehende Max-Kluge-Straße sowie der Paul-Landwehr-Straße. Der Vorteil: Eine wasserwirtschaftliche Untersuchung liegt bereits vor, der Straßenbauaufwand wäre vergleichsweise gering.

Zwei Varianten möglich

Hier gäbe es wiederum zwei Varianten – eine kleine mit 22 Baugrundstücken und eben eine mit 57 Baugrundstücken, von denen zwei der Stadt Fürstenau gehören würden, für die sie in einem späteren Umlegungsverfahren einen Ausgleich von 23000 Euro zahlen müsste.

Die Erschließungskosten der Stadt würden für die Variante zwei nach einer ersten Schätzung etwas 380000 Euro betragen. Diese Summe könnte über die Erhebung von Vorausleistungen auf den Erschließungsbeitrag von den Grundstückseigentümern refinanziert werden. Kurzum: Die Stadt hätte wieder ausreichend Baugrundstücke zur Verfügung. Überdies wäre die komplette Refinanzierung der Erschließungskosten möglich. Auch könne die Stadt selbst zwei Grundstücke vermarkten. Der Ausschuss sah das genauso.