„Peinliches Versäumnis“

12.12.2009

ja Fürstenau.
Die Debatte um ein Fachgymnasium im Nordkreis geht in die nächste Runde. Der Rat der Samtgemeinde Fürstenau hat sich – an die Adresse des Landkreises gerichtet – dafür ausgesprochen, ein Fachgymnasium im Nordkreis mit drei Zweigen in Quakenbrück (Wirtschaft), Bersenbrück (Technik) und Fürstenau (Gesundheit/Soziales) einzurichten.

Weiterhin erwartet die Kommune, dass den Gymnasien in Quakenbrück und Bersenbrück, der Integrierten Gesamtschule in Fürstenau sowie den Berufsbildenden Schulen in der Sitzung des Landkreis-Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport am 25. Januar Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wird.

Zum Dritten verlangt die Samtgemeinde, dass der Landkreis bei allen künftigen Gesprächen zum Thema Fachgymnasium auch der IGS-Schulleiter einlädt. Dies ist kürzlich bei einem Termin im Kultusministerin in Hannover nicht geschehen. Dort waren nur die Schulleiter der Gymnasien in Quakenbrück und Bersenbrück wie der Berufsbildenden Schulen eingeladen. Der Sprecher der CDU/FDP-Gruppe, Friedhelm Spree, bezeichnete dieses Versäumnis des Landkreises als „peinlich“. Generell erwarte er, dass die Interessen aller Schulen gleichermaßen berücksichtigt würden. Auch SPD/Grüne sprachen sich geschlossen für ein dezentral organisiertes Fachgymnasium im Nordkreis aus.

Zumindest in der Einladungsfrage sind die Fronten geklärt. Wie Samtgemeindebürgermeister Peter Selter mitteilte, habe ihm der Landkreis zugesichert, künftig auch den IGS-Schulleiter zu berücksichtigen.