Ziel ist, die Bohmter Verkehrssituation zu verbessern

Einen Kreisverkehr an der Wehrendorfer Straße/Bremer Straße halten Ortsratsmitglieder für sinnvoll. Foto: Karin Kemper

Einen Kreisverkehr an der Wehrendorfer Straße/Bremer Straße halten Ortsratsmitglieder für sinnvoll. Foto: Karin Kemper

Bohmte. Der Ortsrat Bohmte befasste sich in seiner jüngsten Sitzung im Bohmter Kotten einmal mehr mit der örtlichen Verkehrssituation. Genau genommen heißt das mit drei Anträgen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD-Ratsfraktion sowie der Interessengemeinschaft „Lkw raus aus Bohmte“ und der CDU-Ortsratsfraktion.
Gemeinsames Ziel aller Anträge ist, die Verkehrssituation in der Ortschaft Bohmte für die Bürger zu verbessern. Über den Weg dorthin herrschte zwischen den Vertretern von CDU und SPD dann allerdings keineswegs Einigkeit.
Verschiedene Wege
Willi Ladner schlug namens der CDU vor, alle drei Vorlagen an die Verwaltung weiterzureichen mit dem Auftrag, die Machbarkeit mit Behörden und Nachbarkommunen abzustimmen – und die daraus resultierende Ergebnisse dann dem Ortsrat erneut vorzulegen.
Das sah die SPD nach Worten von Helmut Buß durchaus anders, wenngleich das von ihr bevorzugte Prozedere zum gleichen Ergebnis führen sollte. Der Weg sollte sein, dass über alle drei Anträge abgestimmt wird, die Antragsteller mit „Ja“ stimmen und sich alle anderen enthalten. Somit wären alle drei Anträge einstimmig angenommen.

Mischung denkbar
Damit hatte Rolf Flerlage (CDU) ein Problem. Er sagte: „Einem Antrag folgt ein Beschluss, der umgesetzt werden soll. Das funktioniert bei konkurrierenden Vorschlägen nicht.“ Matthias Westermeyer ergänzte: „Es gibt noch eine Menge Klärungsbedarf. Im Endergebnis könnte es eine Mischung aus den drei Anträgen geben.“
Im Antrag Friederike Schneider-Solf (Bündnis 90/Die Grünen) soll eine geänderte Beschilderung an der Ampelkreuzung Bohmte-Süd Entlastung bringen. Sie fügte hinzu: „Ich finde die Anregung der CDU Schadstoffmessungen in der Ortschaft in Auftrag zu geben, gut.“

Kreisverkehr
Der Antrag der SPD sieht unter anderem eine „Herunterstufung“ der Ortsdurchfahrt (bislang Landesstraße) und die Führung des Verkehrs der Landesstraße in Richtung Espelkamp über die Mittelanbindung oder die Ampelkreuzung Bohmte-Nord vor. Der Knotenpunkt Wehrendorfer Straße/Osnabrücker und Bremer Straße soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu einem Kreisverkehr umgebaut werden. CDU und Interessengemeinschaft „Lkw raus aus Bohmte“ plädieren für ein großräumiges Verkehrskonzept – einschließlich Schadstoffmessung und Lärmminderungsplan. Zudem wird die Frage thematisiert, ob eine Tempobegrenzung auf maximal 30km/h in der Ortschaft möglich wäre.
Aussichtslos
Buß machte deutlich, dass Erkundigungen ergeben hätten, dass es „völlig aussichtslos ist, Kommunen in Nordrhein-Westfalen zusätzlich mit Lkw-Verkehr zu belasten“. Winfried Buchsbaum (SPD) meinte: „Ich habe nichts gegen den CDU-Antrag. Aber wir brauchen zeitnah Lösungen, um die Verkehrssituation zu entspannen.“ Weiter sagte er: „Wir sollten zeitnah den ersten Schritt gehen. Und wenn darüber hinaus auf Sicht mehr geht, umso besser.“
Christian Kroll (CDU) äußerte: „Ich finde Elemente aus dem SPD-Antrag gut. Aber es werden nicht alle (Lärm)Probleme gelöst, etwa die an der Wehrendorfer Straße.“
Letztlich wurde über die drei Anträge getrennt abgestimmt. Stimmenmehrheiten gab es für den Antrag von Bündnis 90/Die Grünen und den der CDU, der den Arbeitsauftrag an die Verwaltung beinhaltet. Die beiden anderen Anträge sollen in der kommenden Sitzung des Wegeausschusses beraten werden.

Wittlager Kreisblatt, am 04. März 2016; Text und Bild von Karin Kemper

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