„Dringender Handlungsbedarf für Bohmte“

Das Ziel ist formuliert: Kein Lkw-Durchgangsverkehr mehr in der geschlossenen Ortschaft Bohmte. Fotos: Oliver Krato

Das Ziel ist formuliert: Kein Lkw-Durchgangsverkehr mehr in der geschlossenen Ortschaft Bohmte. Fotos: Oliver Krato

Die Interessengemeinschaft „Lkw raus aus Bohmte“ und die CDU-Ortsratsfraktion haben jetzt gemeinsame Vorschläge vorgelegt mit dem eindeutig formulierten Ziel „Kein Lkw-Durchgangsverkehr in der gesamten geschlossenen Ortschaft“.
Das gemeinsame Papier enthält Vorschläge, aber auch Fragen an Politik und Verwaltung. Der Sprecher der Interessengemeinschaft, Reinhard Buhl, betont zudem, „dass wir als Initiative Stellung bezogen und alle Parteien aufgefordert haben mitzumachen“. Die CDU sei auf „Lkw raus aus Bohmte“ zugekommen, andere nicht. Und das gemeinsame Papier sei dann formuliert worden.
Da laut Bundesverkehrswegeplan damit zu rechnen sei, dass die Lkw-Zahlen in den kommenden Jahren „weiter steigen werden, bis 2030 um bis zu 30 Prozent“, sei dringender Handlungsbedarf für Bohmte gegeben, denn, so heißt es in der gemeinsamen Erklärung weiter: „Die Bürger in Bohmte werden zunehmend gefährdet durch Unfallgefahren, Umweltgefahren sowie Umgebungslärm und Feinstaub mit hohen Risiken für die Gesundheit. Wenn in Zukunft Bundesstraßen mautpflichtig werden, wird es zu weiterer Flucht auf Landes- und Kreisstraßen kommen.“
Um mittel- bis langfristig Bohmte vom Lkw-Durchgangsverkehr zu entlasten, schlagen Initiative und CDU-Ortsratsfraktion vor, alternative Streckenführungen für Lkw zu prüfen angesichts der Tatsache, „dass die von Osten aus NRW kommende Landesstraße 770 von Speditionen und Lkw gern genommen wird, um von Petershagen und Espelkamp über die L 81 durch Bohmte in Richtung Osnabrück beziehungsweise A 1 zu kommen. Dies gilt auch für die entgegengesetzte Richtung.

Neue Beschilderung
Als Alternative in Sachen Verkehrsführung wird zum Beispiel vorgeschlagen:
Von Espelkamp kommend, könnte der Lkw-Verkehr über die L 770 (NRW) bis zur Abzweigung in Sundern auf die L 766 (Schepshaker Straße, NRW) geführt werden. Dieser L 766 folgend, über Haldem bis Reiningen auf die B 51. Von dort aus kann nicht nur in Richtung Diepholz, Vechta und A1, sondern auch in Richtung Osnabrück und A1 weitergefahren werden. Die Wegweisung müsste natürlich entsprechend aufgestellt werden. Ein weiterer Vorschlag, um die Verkehrsströme, von Petershagen kommend, durch Bohmte zu reduzieren, lautet:

Die Streckenführung von der L 770 sollte auf die B 61 in Richtung Minden erfolgen. In Minden dann über die Umgehungsstraße auf die B 65 Richtung Lübbecke, Pr. Oldendorf bis Leckermühle auf die B51 beziehungsweise B218. Eine weitere Streckenführung könnte, heißt es in dem Papier weiter, von Petershagen kommend, auf die B 239 bis Lübbecke realisiert werden und von dort über die B 65 in Richtung Leckermühle. Es sei durchaus möglich, die L85 (Bohmter Straße/Wehrendorfer Straße) frei von Lkw zu halten. Das hohe Lkw-Aufkommen auf dieser Verbindung liege darin begründet, dass die Strecke als Abkürzung durch Bohmte Richtung Osten genutzt werde. Und das, obwohl die Wehrendorfer Straße ab Ortseingang Bohmte beidseitig bebaut sei und an dieser Straße das Seniorenzentrum „Haus Elisabeth“ liege.
Für Lkw gesperrt
Die Gemeindestraße „Am Schwaken Hofe“ sollte ferner für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt werden, für Anlieger und landwirtschaftliche Fahrzeuge aber weiter befahrbar sein.
An der Umgehung Bohmte (B 51), Kreuzung Süd, Mitte und Nord, sollten zudem die Wegweiser für Lkw-Verkehr in Richtung Espelkamp und Minden nicht durch Bohmte führen.
Außerdem stelle sich die Frage: Was sagt die zuständige Landesbehörde zu einem Rückbau der Bremer Straße (L 81) in Bohmte?
Und ist es kurzfristig möglich, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h für alle Kfz oder für Lkw zu fordern und zu erreichen ?
Die Vorschläge sollen jetzt zeitnah im Ortsrat Bohmte diskutiert werden.

Wittlager Kreisblatt am 26. Februar 2016, Foto: Oliver Krato

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