Fachbüro: Lkw-Belastung für Bohmte „unverträglich“

Die Bremer Straße in Bohmte. Foto: Oliver Krato

Die Bremer Straße in Bohmte. Foto: Oliver Krato

Die von der Gemeinde Bohmte in Auftrag gegebene Verkehrserhebung wurde am 23. und 24. September dieses Jahres unter der Projektleitung von Jörn Janssen durchgeführt. Die Ergebnisse präsentierte das Büro SHP aus Hannover in der jüngsten Sitzung des Wege- und Verkehrsausschusses. Die höchste Verkehrsbelastung wurde für die südliche Bremer Straße in Bohmte erfasst. Sie liegt maximal deutlich über 12 000 Fahrzeuge am Tag.
Dabei ist laut SHP insbesondere der Lkw-Anteil mit fast 900 Lkw am Tag sehr hoch. Die nördliche Bremer Straße ist mit 7 100 Fahrzeugen am Tag deutlich geringer belastet, nimmt jenseits der Haldemer Straße weiter auf ca. 3 500 Fahrzeuge am Tag ab. Gegenüber 2006 sind die Daten im zentralen Bereich leicht rückläufig.
Belastung erhöht

Die Belastung der Leverner Straße hat sich im zentralen Bereich gegenüber 2006 spürbar erhöht (ca. 8 500 Fahrzeuge am Tag), was nach Einschätzung der Gutachter auch mit kommunalen Entwicklungen zusammenhängt. Der Lkw-Anteil ist auch hier mit rund 700 Lkw am Tag „unverträglich hoch“. Die Osnabrücker Straße ist mit 6 000 bis 9 000 Fahrzeugen am Tag belastet und unauffällig gegenüber möglichen Entwicklungen seit 2006. Auffällig ist der hohe Anstieg in der Wehrendorfer Straße von 6 200 im Jahr 2006 auf jetzt 11 300 Fahrzeuge am Knotenpunkt mit der Bremer Straße.
Geringe Akzeptanz

Am Schwaken Hofe zeigt sich ein minimaler Anstieg zu 2006, insgesamt aber „nach wie vor eine zu geringe Akzeptanz der Anbindung an die Bundesstraße“, so die Feststellung des Fachbüros. Die Bundesstraße B 51 ist von Süden kommend bis zur Osnabrücker Straße angemessen belastet, bricht dann aber deutlich ein.

Insgesamt sei festzustellen, dass sich die gesamte Pkw-Belastung des Ortes in einem angemessenen und verträglichen Rahmen bewege. Gutachter-Fazit: „Die hohe Lkw-Belastung ist allerdings unverträglich und stört das Leben mit der Ortsdurchfahrt“. Im Vergleich zu 2006 haben sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben.
Zählwerte unauffällig

Auch die Belastungen in Hunteburg wurden ermittelt. Die Hauptstraße zwischen Dammer Straße und Meyerhöfener Straße ist der in Hunteburg mit ca. 8 000 Fahrzeugen am Tag am stärksten belastete Streckenabschnitt. Der Lkw-Anteil liegt bei 5 Prozent und damit bei ca. 400 Lkw am Tag. Die Belastung liegt laut SHP geringfügig höher als in 2006.

Im weiteren Verlauf der Hauptstraße wurden 5000 bis 6000 Fahrzeuge am Tag erfasst. Der Lkw-Anteil liegt hier bei 7 bis 8 Prozent und damit bei 370 bis 500 Lkw am Tag. Die Belastung liegt spürbar niedriger als in 2006.
Die Dammer Straße wiederum hat den Ermittlungen zufolge eine Belastung von ca. 7 200 Fahrzeugen am Tag. Der Lkw-Anteil liegt hier bei 8 Prozent und damit bei ca. 600 Lkw am Tag. Die Belastung liegt geringfügig höher als in 2006. Die Zählwerte der nach außen führenden Straßen sind unauffällig bzw. bewegen sich im Rahmen der Zählwerte von 2006 mit einer leichten Tendenz zur Steigerung.
Insgesamt stellt das Büro aus Hannover fest, dass die erfassten Pkw-Belastungen für Hunteburg sich „in einem durchaus verträglichen Rahmen“ bewegen. Der Lkw-Anteil ist allerdings auffällig, was mit dem Zusammenfallen unterschiedlicher Nutzungen (zum Beispiel Landwirtschaft) zusammenhängt.

Wittlager Kreisblatt, am 01. Dezember 2015, Text von Andreas Schnabel, Bild von Oliver Krato

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