Rat Bohmte beschließt Entlastung bei Essensausgabe

m Kindergarten St. Johannes in Bohmte soll eine weitere Krippengruppe entstehen. Die Planungen laufen. Einbezogen wird der erste Stock des Gemeindehauses.Foto: Karin Kemper

m Kindergarten St. Johannes in Bohmte soll eine weitere Krippengruppe entstehen. Die Planungen laufen. Einbezogen wird der erste Stock des Gemeindehauses.Foto: Karin Kemper

Die Gemeinde Bohmte stellt Mittel zur Verfügung, um die Erzieherinnen in den Kindergärten zu entlasten. Genau genommen handelt es sich um rund 50000 Euro jährlich, die Kindertagesstätten erhalten, in denen Kinder eine Mittagsverpflegung erhalten.
Mit dem Geld werden Kräfte finanziert, die bei der Ausgabe des Essens helfen. Norbert Kroboth (CDU) meinte: „Es kann nicht richtig sein, dass Erzieherinnen diese Arbeit zusätzlich leisten.“ Das sah Thomas Rehme (SPD) genauso: „Die Entlastung ist wichtig. Wir sollten das unterstützen.“
Prinzipiell war dieser Beschluss bereits in der April-Sitzung, die in Hunteburg stattgefunden hatte, gefasst worden. Die Idee, eine einfache Lösung zu finden, erwies sich als nicht umsetzbar. Ursprünglich sollten in den Kindergärten mit Ganztagsbetreuung zwei Stunden je Gruppe zur Vor- und Nachbereitung des Essens zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Klaus Goedejohann erläuterte in der Sitzung vor der Sommerpause in der Aula der Grundschulen an der Tilingstraße, dass dabei außer Acht gelassen wurde, dass es auch Kindergärten (nämlich die beiden in Hunteburg und den Hummelhof in Herringhausen) gibt, die ein Mittagessen anbieten – auch ohne Ganztagsbetreuung. Diese wären dann bei der Unterstützungsregelung nicht erfasst worden. Beschlossen wurde nunmehr vom Rat einstimmig eine gestaffelte Regelung.
In den Kindertagesstätten, in denen bis zu 30 Mädchen und Jungen an der Mittagsverpflegung teilnehmen, gibt es zwei Hauswirtschaftsstunden. Nehmen mindestens 31 Kinder teil (und ist mindestens eine Ganztagsgruppe eingerichtet), erhöht sich die Stundenzahl auf drei. Sofern mehr als eine Gruppe das Essen im eigenen Gruppenraum einnimmt, werden vier Stunden zur Verfügung gestellt. Gibt es einen gemeinsamen Essensraum, bleibt es bei drei Stunden. Allerdings gehört die Möglichkeit, einen solchen Raum (neu) zu schaffen, zum Kindergartenkonzept der Gemeinde.
Vorgesehen ist darin auch die Ausweisung von Intensivräumen für die Arbeit in den Kindertagesstätten. Im Zuge der Erweiterung des katholischen Kindergartens St. Johannes in Bohmte um eine zusätzliche Krippengruppe, soll das in die laufenden Planungen einbezogen werden.
Kroboth verwies darauf, dass ein Konzept (ähnlich wie das erfolgreiche Brandschutzkonzept) helfen soll, die Bedingungen in sämtlichen Kindergärten der Gemeinde zu verbessern – im Hinblick auf Raum- und Sachausstattung. Die Basisinformationen liegen jetzt vor. Weiter hieß es: „Wir sind am Ball. Das sollen die Kindergärten wissen. Die Punkte werden abgearbeitet.“

 

Wittlager Kreisblatt, 21. Juli 2015, Text und Bild von Karin Kemper

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