Hunteburger wollen Grünplatz in Ortsnähe behalten

Für eine Übergangsphase werden die Hunteburger den Grünplatz in Bohmte (Foto) oder den Recyclinghof in Schwagstorf nutzen müssen. Foto: Karin Kemper

Für eine Übergangsphase werden die Hunteburger den Grünplatz in Bohmte (Foto) oder den Recyclinghof in Schwagstorf nutzen müssen. Foto: Karin Kemper

 

Hunteburg. Wo lassen die Hunteburger in Zukunft ihren Grünabfall? Die Frage ließ sich am Donnerstag bei der Einwohnerversammlung in der Aula der Wilhelm-Busch-Schule noch nicht beantworten. Eindeutig aber die Botschaft: Die Hunterburger wollen einen eigenen Grünplatz behalten – und sind bereit, die Suche nach einem Standort zu unterstützen.
Zur Ausgangslage: Der bisherige Grünplatz der Awigo Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück an der Dammer Straße (Kompostwerk) steht ab März nicht mehr zur Verfügung. Bürgermeister Klaus Goedejohann gab in der Versammlung – ungefiltert wie er hinzufügte – die Argumente der Awigo für die Schließung wieder. Das Spektrum reichte vom eher geringen Aufkommen, der Frequentierung durch Bürger des Nachbarkreises bis zum Hinweis, dass in der Regel jede Gemeinde nur über einen Grünplatz verfügt und die Plätze in Schwagstorf und Bohmte zur Verfügung ständen. Goedejohann: „Wir können uns aber nur schwer vorstellen, dass Bürger für mehrere Fuhren so weit fahren.“ Entsprechend habe die Gemeinde das Gespräch mit der Awigo gesucht, um einen Kompromiss zu finden. Die Gesprächspartner hätten bald das Gefühl gegeben: „Da geht was.“
Entsprechend begann in und um Hunteburg die Suche nach einem geeigneten Platz, der auf Kosten der Kommune befestigt und eingezäunt werden muss. Als eine Klippe erwies sich dabei, dass ein solches Areal langfristig zur Verfügung stehen muss. Private Flächen erwiesen sich in dieser Hinsicht schnell als ungeeignet.

 

Zur Verfügung stände der Bereich an der Burgstraße zwischen der Kläranlage und der Siedlung. Goedejohann in Richtung der gut 40 Teilnehmer der Versammlung: „Was wir mit Ihnen diskutieren wollen, ist die Frage, ob ein Grünplatz gewollt ist und wie es mit dem Platz an der Kläranlage aussieht.“ Der Bürgermeister fügte hinzu: „Das wäre eine mögliche Lösung, wo wir relativ schnell zu einem Ergebnis kommen könnten.“ Als stellvertretende Hunteburger Ortsbürgermeisterin machte Karin Helm deutlich: „Wir benötigen in Hunteburg einen Grünplatz.“ Auch aus ökologischen Gründen sei es besser, in Ortsnähe zu bleiben, als relativ weite Strecken zurücklegen zu müssen.

Die Ansage im Hinblick auf einen Standort an der Kläranlage fiel eindeutig aus. Ein Anlieger: „Ich habe mich auch bei den Nachbarn erkundigt. Wir sind dagegen und einhellig der Meinung, dass ein Grünplatz nicht in den Siedlungsbereich gehört.“ Als Argumente führte er unter anderem das Verkehrsproblem und die Geruchsbelästigung an. Lob hatte der Mann allerdings ebenfalls parat: „Es ist grundsätzlich gut, dass sich die Gemeinde kümmert.“

Standortfrage schwierig

Das sahen weitere Teilnehmer ähnlich. Die klare Ansage des Bürgermeisters lautete: „Wir sind nicht erpicht darauf, dass der Grünplatz an die Kläranlage kommt. Wir machen nichts gegen die Bevölkerung.“ Fest stehe aber, dass die Standortfrage problematisch sei. Das habe sich unter anderem bei der Prüfung verschiedener Flächen gezeigt. Deutlich sei geworden, dass für die Einrichtung vermutlich nur Flächen in öffentlichem Eigentum infrage kämen. Einen langfristigen Pachtvertrag abzuschließen sei für die Besitzer nicht infrage gekommen.

„Auf Anhieb fällt mit nichts ein“, wandte sich Goedejohann an die Zuhörer. Das erwies sich als das entscheidende Stichwort. Aus den Reihen der Bürger kamen gleich mehrere Vorschläge. Der alte Müllablageplatz in Schwegermoor im Bereich des Fuchswegs wurde ebenso genannt wie eine weitere Fläche an einer Straße ohne Namen im Kerlfeld (die allerdings umgehend verworfen wurde) und ein zweites Areal in Meyerhöfen an der Straße Im Krammoore (in einiger Entfernung des Ehrenfriedhofs). Beide ehemaligen Müllplatzflächen sind in einem Kataster eingezeichnet und als nicht gefährlich eingestuft. Ob sich eine Nutzung mit vertretbarem Kostenaufwand darstellen ließe, müsse geprüft werden, so der Bürgermeister. Auf jeden Fall, so Fachdienstleiter Alf Dunkhorst, sei die „Fuchsweg-Fläche“ in Gemeindebesitz. Für weitere Ideen ist die Kommune offen.

Bei der Hunteburger Ortsratssitzung am 19. März soll es möglichst einen Zwischenbescheid geben.

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