Einen Pächter für die Mensa Bohmte gefunden?

Für die künftige Oberschule Bohmte soll ein Mensagebäude errichtet werden. Voraussetzung ist allerdings, dass ein Pächter gefunden wird, der den Betrieb übernimmt. In Eigenregie will die Gemeinde die Mensa nämlich nicht führen. Darüber herrscht Einvernehmen in der Kommunalpolitik. Die Pächtersuche ist jetzt aller Voraussicht nach erfolgreich verlaufen, sodass die Realisierung des Projektes wieder ein Stück näher gerückt ist.

In einem sogenannten Interessenbekundungsverfahren hatte sich zwei potenzielle Mensabetreiber gemeldet. Einer kam nach Auffassung der Bohmter aber nicht infrage. Der andere Interessent ist das Kinderhaus Wittlager Land. Geschäftsführer Tim Ellmer war zur jüngsten Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend eingeladen und stellte das Konzept vor.
Warum kümmert sich das Kinderhaus überhaupt um das Thema Mensa? „Das Mittagessen ist eine wichtige Grundlage der pädagogischen Arbeit“, erläuterte Ellmer. Das Kinderhaus Wittlager Land, Sitz ist auf dem Essener Berg, beliefert übrigens schon die Erich-Kästner-Grundschule und die Christophorus-Grundschule mit Mittagessen. „Die Fünftklässler wissen also, was auf sie zukommt…“, merkte der Geschäftsführer scherzhaft an. Nach den Sommerferien werden auch die Grundschule in Herringhausen und die Kindertagesstätte „Wirbelwind“ in Bohmte vom Kinderhaus mittags versorgt. „Es gibt zudem weitere Anfragen“, so Ellmer.
Für mehrere Kindergärten und -krippen im Altkreis ist das Kinderhaus ebenfalls zuständig. „Es wird jeweils frisch gekocht und warm angeliefert“, betonte Ellmer. Sollten sich Kommune und Kinderhaus über einen Vertrag einig werden, ändert sich mit Inbetriebnahme der Mensa natürlich das bisherige Verfahren. Gekocht wird dann nicht mehr im Haus Sonnenwinkel auf dem Essener Berg, sondern in der Mensa Bohmte – zumindest die Mahlzeiten, die in Bohmte und Umgebung benötigt werden.
Preise gestaffelt?

Zwei bis drei Gerichte sollen jeweils mittags zur Auswahl stehen, so das Konzept. „Die Preise könnten je nach Gericht gestaffelt sein – zwischen 2,50 und 3,50 Euro“, erläuterte Ellmer. Das Kinderhaus würde außerdem den Kiosk für Frühstücksbrötchen und Ähnliches betreiben. Das hat organisatorische und finanzielle Gründe. Auf diese Weise rechnet sich das Vorhaben eher. Klar ist allerdings auch, dass in Bohmte – wie auch in anderen Mensen – Kosten für ein Mittagessen von im Schnitt drei Euro nur den Einsatz des Betreibers decken. Die Kosten für Strom und Energie, Gebäudewartung und -instandhaltung sowie Abschreibung verbleiben bei der Kommune, sprich beim Steuerzahler. Schulausschuss, Vertreter von Verwaltung und Elternschaft haben vor Kurzem Mensen in der Region besichtigt. Vor Ort informierten sich die Bohmter über die Einrichtungen in Bramsche, Bersenbrück, Bad Essen und Ostercappeln. Die Mittagessen kosten an allen Standorten drei Euro. Betreiberform und auch die Resonanz sind allerdings sehr unterschiedlich. Wichtig ist natürlich, dass möglichst viele Schüler tatsächlich das Mensaangebot nutzen. Im Oberschulkonzept ist die gemeinsame Mittagspause von Schülern und Lehrkräften in der Mensa zwar verpflichtend. Aber: Schüler können auch Essen von zu Hause mitbringen und dieses dann in der Mensa zu sich nehmen. Das Mensaessen sollte also möglichst lecker sein. Ellmer ist zuversichtlich, dass das der Fall sein wird. „Es wird wöchentlich abgefragt, ob es geschmeckt hat.“ Zudem sollen die Menüpläne in Absprache mit den Eltern erstellt werden.
Vorgabe eingehalten

Die Zielvorgabe des Schulausschusses für das Mensagebäude selbst ist eindeutig. Die Mensa der künftigen Oberschule darf nicht teurer al s 1,4 Millionen Euro werden. A rchitekt Axel Mutert aus Bramsche hatte wie berichtet im Frühjahr seine Pläne im Ausschuss präsentiert – und die finanzielle Vorgabe eingehalten. Das Gebäude umfasst 102 Plätze in der Mensa und 35 in der Cafeteria. Wie sieht der weitere Ablauf aus? In den nächsten Wochen ist jetzt erst einmal die Gemeindeverwaltung gefordert. Der Vertrag zwischen Kommune und Pächter muss im Detail ausgearbeitet und die exakten Kosten ermittelt werden. Daran müssen sich letztlich auch die Architektenpläne orientieren.
„Der Verwaltungsausschuss tagt am 17. September“, sagte Bürgermeister Klaus Goedejohann. Dieser soll grünes Licht für das Projekt geben. „Also muss der Schulausschuss vorher noch einmal zusammenkommen“, so Ausschussvorsitzender Helmut Buß. Das heißt, die nächste Sitzung des Gremiums wird zwischen dem 11. und 16. September stattfinden.

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