Neue Pläne für die Mensa in Bohmte

Die Zielvorgabe des Schulausschusses des Rates der Gemeinde Bohmte war eindeutig. Die Mensa der künftigen Oberschule darf nicht teurer als 1,4 Millionen Euro werden. Der bisherige Vorentwurf sah Kosten von 2,2 Millionen Euro vor. „Eine sportliche Aufgabe“, merkte Architekt Axel Mutert an.

Zwei zentrale Punkte waren bereits geklärt. Somit ist klar: In Bohmte wird ein eigenes Mensagebäude errichtet. Die Variante „Umbau vorhandener Räume“ entfällt. Der Ausschuss hatte sich zudem schon festgelegt, dass die Mensa mit einer sogenannten Mischküche betrieben werden soll. Hier werden Gerichte mit Convenience-Produkten vor Ort zubereitet. Eine Ausgabeküche wie zum Beispiel in Ostercappeln komme nicht infrage.

Zum neuen Schuljahr wird wie berichtet eine Oberschule in Bohmte eingerichtet. Dabei ist das gemeinsame Mittagessen von Schülern und Lehrern in der Mensa wichtiger Bestandteil des Konzeptes.

Axel Mutert stellte die neuen, überarbeiteten Planungen in der jüngsten Sitzung des Ausschusses am Dienstagabend vor. Und er und seine Kollegen haben es geschafft, den vorgegebenen Kostenrahmen einzuhalten. „Einfacher machen und weglassen. Das war das Motto“, so der Architekt aus Bramsche.

Mutert betonte zugleich, dass bei der Ausstattung in der Küche und der Technik keine Abstriche gemacht worden seien. „Das macht keinen Sinn“. Billigtechnik, die schnell kaputtgehe, sei auf Dauer teurer als Qualitätsware.

Wie haben es die Planer aus Bramsche geschafft, rund 800000 Euro einzusparen? Wo sind die Kosten reduziert worden? „Die Kapazitäten sind kleiner geworden“, erläuterte Mutert. So haben die Architekten im neuen Entwurf auf den Kellerraum verzichtet. Der Mitteltrakt und der eigentliche Mensabereich sind verkleinert worden. Auf eine eigenständige Lüftungsanlage im Mensaraum wird ebenfalls verzichtet. Die Belüftung soll mithilfe der Oberlichter erfolgen.

Weniger Sitzplätze

Und das Platzangebot ist reduziert worden. Es umfasst nun 102 Plätze in der Mensa und 35 in der Cafeteria. Zudem sollen einfachere (und kostengünstigere) Materialien eingesetzt werden, sodass am Ende tatsächlich die Zielvorgabe erfüllt werden konnte. Die Planer musste dafür allerdings an vielen Stellschrauben drehen.

Was ist mit dem angestrebten Freizeit- und Erholungswert des Gebäudes? „Systematik und Atmosphäre bleiben“, sagte Axel Mutert. Der vorgesehene Charakter der Mensa bleibe erhalten.

Der Schulausschuss zeigte sich nach der Präsentation zufrieden mit dem überarbeiteten Planentwurf. Eine endgültige Empfehlung gab das Gremium aber nicht. Verschiedene Frage sind noch zu klären und Probleme zu lösen. Größte Schwierigkeit scheint derzeit die Suche nach einem Betreiber der künftigen Mensa zu sein. „Wir haben ein tolles Gebäude, aber keinen, der das Essen kocht. Das darf nicht sein“, sagte Bürgermeister Klaus Goedejohann. Die Gemeinde werde die Mensa nicht selbst führen. Darüber herrsche Einvernehmen in der Kommunalpolitik, so der Bürgermeister. Die Gemeinde hat schon nach potenziellen Mensapächtern Ausschau gehalten; und zwar in einem größeren Umfeld über den Landkreis Osnabrück hinaus. Das Resultat war ernüchternd. Ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren führte letztlich zu keinem positiven Resultat.

Wie geht es weiter? In der kommenden Woche – am Donnerstag, 15. Mai – steht nun erst einmal die schon länger geplante Besichtigung zweier Mensen auf dem Programm. Die Bohmter werden sich die Einrichtungen in Bersenbrück und Bramsche vor Ort anschauen.

Besichtigungstermine

Später soll ein weiterer Besichtigungstermin in der Mensa der Oberschule Bad Essen folgen. Die Verwaltung will auch Gespräche mit dem Kinderhaus Wittlager Land führen, das unter anderem die Mittagsverpflegung in Kindergärten organisiert. Denkbar wäre, dass das Kinderhaus auch als Betreiber der Bohmter Schulmensa agieren könnte. Dieses Vorhaben muss sich natürlich rechnen. So soll die Verwaltung jetzt alle öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde – auch Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft – anschreiben und ermitteln, ob dort Bedarf für eine Mittagsverpflegung aus der Mensa besteht. Je mehr Essen ausgegeben beziehungsweise geliefert werden, desto besser rechnet sich das Ganze für einen Betreiber.

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