Gewerbesteuer sprudelt in Bohmte

Bohmte. Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Bohmte am Donnerstagabend den Haushaltsplan 2014 verabschiedet. Die Kommune schreibt schwarze Zahlen; der Etat ist ausgeglichen.

So weist der Ergebnishaushalt, der maßgeblich für das tägliche Verwaltungshandeln ist, Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 17,92 Millionen Euro aus. Grund für die gute Finanzlage sind erhebliche Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer. Im ersten Nachtrag 2013 war die Kommune noch von Einnahmen in Höhe von 3,6 Millionen Euro ausgegangen – jetzt sind es kalkulierte Einnahmen von 5,2 Millionen Euro. „Wir hoffen, dass das so bleiben wird“, merkte Finanzausschussvorsitzender Willi Ladner bei der Vorstellung des Etats an. Gestiegen ist auch der Anteil der Gemeindeeinnahmen an der Einkommensteuer, was der insgesamt guten Konjunkturlage geschuldet ist. Bohmte rechnet 2014 hier mit Einnahmen von 3,8 Millionen Euro.

„Die Arbeit macht natürlich mehr Spaß, wenn es Mittel zum Gestalten gibt“, so SPD-Fraktionssprecher Thomas Rehme. Dass Bohmte gute Gewerbesteuereinnahmen erziele, sei allerdings auch kein Zufall. Die Kommunalpolitik habe in den vergangenen Jahren die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen.

Vorausschauend handeln

Ein Punkt, auf den auch CDU-Sprecher Norbert Kroboth hinwies. „Möglich wurde ein ausgeglichener Haushalt nur deswegen, weil wir starke Firmen in unserer Gemeinde haben.“ Dies sei einer vorausschauenden Politik zu verdanken.

Vertreter der Ratsfraktionen und auch Bürgermeister Klaus Goedejohann lobten die Arbeit von Fachdienstleiterin Gabriele Schnieder. Sie betonten zudem, dass die Gesprächsatmosphäre bei den Beratungen gut und sachlich war – was in der Vergangenheit nicht immer der Fall war.

Wo wird die Gemeinde 2014 investieren? Ein Schwerpunkt wird das Projekt Oberschulmensa sein. 576000 Euro sind für diesen Zweck im Etat 2014 ausgewiesen. Wobei die Detailplanungen wie berichtet offen sind und auch noch keine Klarheit über die endgültigen Kosten besteht. Der Rest der Vorhabenfinanzierung wird dann im Haushalt 2015 ausgewiesen. Geld wird auch investiert in Bau und Ausstattung der Mensa für die Grundschule Herringhausen sowie für die bessere EDV-Ausstattung von Schulen.

Die Straßeninstandsetzung macht ebenfalls einen großen Teil der Ausgaben aus. 430000 Euro sind eingeplant. Weitere 810000 Euro für die Wirtschaftswegeunterhaltung und Überprüfung und Sanierung von Brücken. Aus dem Etat herausgenommen und auf 2015 verschoben wurde die Unterhaltungsmaßnahme „Tappenwiese“.

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