„Ja“ zum Neubau mit Mischküche in Bohmte

Bohmte. Der Schulausschuss des Rates der Gemeinde Bohmte hat sich am Mittwochabend erneut mit den Planungen für den Bau einer Mensa befasst. Die Mensa wird wichtiger Bestandteil der künftigen Oberschule sein. Wie die Mensa konkret aussieht und wie teuer sie wird, steht noch nicht fest, aber der Ausschuss hat jetzt noch einmal zentrale Punkte festgeschrieben und Entscheidungen getroffen.

Zuvor hatte Clemens Brunsen, Leiter der Schule, das Raumnutzungskonzept für die Oberschule, die zum 1, August eingerichtet wird, vorgestellt. „Wir gehen von einer Dreizügigkeit aus“, so Brunsen. Die Oberschule stellt andere Anforderungen als die Haupt- und Realschule. Aus dem Konzept geht hervor, dass keine Räumlichkeiten bereitstehen, die als künftige Mensa umgebaut werden könnten.

Eigenständiges Gebäude

Somit ist klar: In Bohmte wird ein eigenes Mensagebäude errichtet. Dafür sprach sich der Schulausschuss einstimmig aus. Die Variante „Umbau vorhandener Räume“ entfällt. Die künftige Mensa verfügt über etwas mehr als 100 Sitzplätze. Gegessen wird dann im Zweischichtenbetrieb.

Ausgabeküche oder Mischküche? Der Ausschuss hat sich darauf festgelegt, dass die Mensa mit einer sogenannte Mischküche betrieben werden soll. Hier werden Gerichte mit Convenience-Produkten vor Ort zubereitet. Eine Ausgabeküche wie zum Beispiel in Ostercappeln komme nicht infrage, so der Schulausschuss. In einer Ausgabeküche werden die Mahlzeiten, die angeliefert werden, in Konvektomaten zubereitet. Eine Mischküche ist allerdings deutlich teurer. Mit rund 2,2 Millionen Euro rechnet Architekt Axel Mutert in seiner Kostenschätzung. Zum Vergleich: Die Mensa in Ostercappeln hat rund 1,4 Millionen Euro gekostet.

Nächste Vorgabe des Ausschusses: Diese Mischküche muss von einem Pächter betrieben werden. Die Suche soll bereist in Kürze beginnen. „Mensaplanung und Pächtersuche sollen parallel laufen“, so die Meinung im Schulausschuss. „Es kann und darf nicht sein, dass am Ende die Gemeinde Koch und Personal einstellen muss“, merkte Bürgermeister Klaus Goedejohann an. Die Kommune wird nicht Träger der Mensa sein, das steht definitiv fest.

Die Pächtersuche ist ein ganz zentraler Punkt. Hier gab es nämlich bei anderen Einrichtungen in der Region bereits mehrfach Probleme. So hat die gemeinsame Mensa der Realschule und des Greselius-Gymnasiums in Bramsche mittlerweile schon den dritten Pächter.

Beschlossen hat der Ausschuss in seiner Sitzung im Kotten zudem eine Besichtigung der Mensen in Bramsche, Bersenbrück und Bad Essen (Oberschule an der Platanenallee). Hier sollen noch einmal vor Ort Eindrücke gesammelt und Fragen besprochen werden. Ist ein Mensabau mit einem Kostenvolumen von 1,4 Millionen Euro möglich? Diese Frage soll das Architekturbüro prüfen und eine Planung vorlegen. Diesen Auftrag erteilte der Schulausschuss ebenfalls.

Günstigere Variante

Axel Mutert konnte zwar nicht versprechen, dass dieser Kostenrahmen bei den gegebenen Vorbedingungen einzuhalten ist. Er zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass zumindest eine deutlich günstigere Variante als die 2,2-Millionen-Euro-Lösung möglich sei. Sein Büro wird also einen Alternativentwurf erstellen.

„Das technische Equipment ist das A und O – auch finanziell“, sagte der Architekt aus Bramsche. Wichtig sei es, diese Details mit allen Beteiligten intensiv zu besprechen; und zwar schon während der Planungsphase. Bis die neue Mensa eröffnet werden kann, wird aber noch einige Zeit vergehen. Planung und Bauphase werden mehr als ein Jahr beanspruchen. Zieltermin ist der Sommer 2015.

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