Bohmter wollen Chance des Schulformwechsels nutzen

Bohmte. Das Konzept der Oberschule Bohmte liegt vor, der Antrag ist auf den Weg gebracht, nun muss er vom zuständigen niedersächsischen Ministerium geprüft und genehmigt werden. Wenn alles klappt, und davon gehen die Verantwortlichen von Schule und Kommune aus, wird aus der Haupt- und Realschule Bohmte zum 1. August 2014 die Oberschule Bohmte.

Das Konzept der Oberschule sieht zwei Tage verpflichtenden Ganztagsunterricht vor. Schulleiter Clemens Brunsen: „Dafür haben wir uns ganz bewusst entschieden, um so zu zeigen, dass wir uns so das Arbeiten in einer neuen Schule vorstellen.“ Zur Ganztagsschule gehört dann auch die Verpflegung – von Schülern und Lehrern. Wieder kommt der ganzheitliche Gedanke zum Tragen. Geplant ist, dass Lehrer zusammen mit der kompletten Klasse essen.

Daraus wiederum ergibt sich die Frage, wie und in welchem Rahmen das geschehen soll und kann. Der Schulleiter: „Für die gemeinsamen Mahlzeiten brauchen wir ansprechende Räumlichkeiten. Sonst funktioniert das auf Sicht nicht.“ Eine Möglichkeit ist die Zusammenlegung zweier Klassenräume. Damit, so Brunsen mochten sich weder Kollegium noch Steuerungsgruppe anfreunden. Die einhellige Meinung: Benötigt wird eine eigene Mensa, wo (auch mit einigen Freizeitaktivitäten neben dem Essen) Kraft für den dann wieder folgenden Unterricht geschöpft werden kann. Brunsen: „Wir sollten die Chance des Schulformwechsels nutzen, mit dem neuen Konzept die Schule attraktiver zu machen.“

Die Bedeutung der Schulverpflegung sieht auch Helmut Buß, der Vorsitzende des Bohmter Schulausschusses, der gleichzeitig Konrektor der Haupt- und Realschule ist. Er betont: „Das, was wir uns wünschen, wird nicht zum 1. August 2014 zu verwirklichen sein. Ohne Übergangslösung geht es nicht.“

Im Zuge der Erstellung des Oberschul-Konzeptes wurden bestehende Einrichtungen mit den dazugehörigen Mensen von Vertreter der Schulleitung und der Gemeindeverwaltung in der Umgebung besucht. Ziel des Bohmter Schulvorstandes ist, eine sogenannte „Mischküche“ (wie beispielsweise am Gymnasium Bad Essen) zu etablieren. Das bedeutet, dass Speisen vor Ort zubereitet werden, so weit wie möglich unter Verwendung frischer Produkte. Dafür wiederum werden mehr Platz und ein höherer Arbeitsaufwand als bei einer reinen „Ausgabeküche“ benötigt.

Einen weiteren Aspekt neben den Kosten und den erforderlichen (räumlichen und inhaltlichen) Planungen gibt es im Zusammenhang mit der neuen Oberschule. Buß: „Innerhalb der Gemeinde Bohmte werden die Einzugsbereiche der Schulen aufgelöst.“ Das wiederum bedeutet, wenn sich Eltern in Bohmte ganz bewusst dafür entscheiden, ihr Kind in einer Hauptschule anzumelden, ist das in der mehrfach ausgezeichneten Schule in Hunteburg möglich.

Das Interesse der Öffentlichkeit am Thema Schule sei groß, betont Buß. Dem – und Informationen zur Bedeutung der Schulverpflegung – wird in einer zusätzlichen Sitzung des Bohmter Schulausschusses Rechnung getragen.

 

Quelle: Wittlager Kreisblatt

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