Bildungsministerin Schavan zu Gast in Bohmte: Große Schulen sind großer Quatsch

Bohmte. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, hat das „Turbo-Abitur“ verteidigt und mehr Wertschätzung für den Lehrerberuf gefordert.

Auf Einladung der CDU im Altkreis Wittlage sprach am Montagabend vor rund 80 Zuhörern im Hotel Gieseke-Asshorn über „Bildung in Deutschland am Beispiel Niedersachsen“.

Schavan setzte die Schwerpunkte ihres Vortrages auf den „demografischen Wandel“, das Flächenland Niedersachsen und dessen gute Rolle als Wirtschaftsstandort in Europa. Bildung mit „Gedöns“ abzutun und Lehrer als „faule Säcke“ zu bezeichnen, wie es die SPD unter Gerhard Schröder getan habe, könne nicht Tenor einer Regierung sein, sagte die CDU-Politikerin. „Wenn jeder mittelmäßige Unternehmer ein besseres Standing habe als ein exzellenter Lehrer“, dann sei auch gesellschaftlich etwas „schief“.

Deutschland sei nach Japan das Land mit der ältesten Bevölkerung. Das Durchschnittsalter der Deutschen liege bei 47 Jahren.

Der demografische Wandel erfordere eine Anpassung an die Infrastruktur und Grundversorgung – auch von Bildung. Jedoch: „Große Schulen sind großer Quatsch“, so Schavan.

Sie betonte zudem, dass ein differenziertes Schulsystem mit einer stark ausgerichteten beruflichen Bildung und Oberschulen der richtige Weg sei.

Schavan machte deutlich, dass die Umstellung von 13 auf 12 Schuljahre sinnvoll gewesen sei und nicht wieder umgestürzt werden sollte: „Ich bin überzeugt, das ist ein Freiheitsgewinn“, so Schavan über das „Turbo-Abi“.

Quelle: Wittlager Kreisblatt, 08. Januar 201368816314

 

 

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