Für die dörfliche Gemeinschaft – Gustav Niehaus ist neuer Ortsvorsteher in Holte

01.03.2017

Foto: Bärbel Recker-Preuin

Seit fast 70 Jahren lebt Gustav Niehaus im Ortsteil Holte. Die besten Voraussetzungen also, um Ortsvorsteher dieses beschaulich idyllischen Ortes zu sein. „Hier ist es recht ruhig und so soll es auch bleiben“, fasst Niehaus nach den ersten Wochen im Amt zusammen.
Gustav Niehaus ist vielfach engagiert. Ehrenämter gehören zu seinem Leben: Aals Präsident im Volksschützenbund Holte und im Schützenkreis, als Ausbilder der Nachwuchsschützen, im jahrzehntelangen Einsatz im Posaunenchor und als Hauptdarsteller und Macher beim plattdeutschen Theaterstück und immer dann, wann er gebraucht wird. Etwas für die Gemeinschaft zu tun, mache einfach Spaß, meint er kurz und knapp.
Ungewohntes Amt
Jetzt kam ein neues und ungewohntes Amt hinzu, das des Ortsvorstehers in Holte, Sünsbeck und Himbergen. In diesen Ortsteilen kennt er (fast) jeden, jedes Haus und (fast) jeden Baum. Gustav Niehaus wurde 1947 in Bad Essen geboren und kam ein paar Tage später nach Holte. Hier ist er geblieben und das sei auch gut so. Das traditionelle Dorfgefüge und der Zusammenhalt der Bürger machen Holte zu einem guten Ort zum Leben, versichert er. Der Holteraner, der gerade noch in Holte, direkt an der Grenze zu Hilter wohnt, wurde vor 40 Jahren Mitglied der CDU, blieb aber politisch passiv.
Jubilarbesuche machen Spaß
Als die CDU nach der letzten Kommunalwahl die meisten Stimmenanteile erreichte, gab Gustav Niehaus der CDU-Vorstandsbitte nach und nahm das Amt des Ortsvorstehers an.
In Holte sei ohnehin nicht viel zu tun, dennoch hat er jetzt einen vollen Terminkalender. In „seinen“ Ortsteilen leben viele Ältere. Für den Ortsvorsteher bedeutete das, dass viele Geburtstags- und Jubilarbesuche zu erledigen sind. Alle Jubilare freuen sich über einen Besuch. Also sei das eine schöne Aufgabe, die er gern übernimmt.
Jüngere finden für Putzaktion
Ein besonderes Auge wird er auf den Zustand der Straßen in den Außenbereichen haben, denn hier bleiben Schäden häufig unbeachtet. Für die Frühjahrsputzaktion in der Gemeinde Bissendorf möchte er gern jüngere Mitmacher begeistern.  „Außerdem ist der Austausch untereinander sehr wichtig“, sagt der neue Ortsvorsteher. Ein Ortschaftstreffen im Frühjahr oder im Sommer wäre bestens dafür geeignet, auch um Neubürger kennenzulernen. Damit bezieht er besonders die Flüchtlingsfamilien ein, die in der ehemaligen Bildungsstätte Holter Burg leben.
Das Amt des Ortsvorstehers habe er übernommen, weil er sich unabhängig und ohne politische Zwänge für die dörfliche Gemeinschaft und die Bürger einsetzen könne, so Gustav Niehaus.
Ein Artikel von Bärbel Recker-Preuin