Klaus Mendrina ist neuer Ortsvorsteher in Schledehausen

03.02.2017

Das „Verorten“ sei eine hochinteressante Aufgabe, versichert Klaus Mendrina. Der 66 -jährige Schledehauser ist seit vier Jahrzehnten überregional politisch tätig. Er übernahm jetzt das Ehrenamt des Ortsvorstehers im Luftkurort, kehrt also gewissermaßen zurück zur Arbeit vor Ort und direkt zu den Mitbürgern.
Für jüngere Menschen mit Familie und anstrengendem Berufsleben sei das Amt des Ortsvorstehers eher schwierig auszufüllen, meint Klaus Mendrina. Somit sagte er gern zu, als der CDU-Vorstand ihn darum bat. Die CDU hatte bei der letzten Kommunalwahl die höchsten Stimmenanteile erhalten und darf somit den Ortsvorsteher stellen. Es gäbe jetzt eine Fülle an zusätzlichen Terminen, hohe Geburtstage oder Ehejubiläen, aber: „Ich mache das ausgesprochen gern, denn bei den Besuchen lerne ich Menschen kennen und erfahre von Problemen, die sonst kaum benannt werden. Das Spannendste ist, dass die Jubilare vieles über die Geschichte des Ortes erzählen“, sagt Klaus Mendrina.
Vier Jahrzehnte politisch engagiert
Politisch engagiert ist der Verwaltungsbeamte in Rente seit 46 Jahren. 1971 wurde er Mitglied der CDU, ein Jahr später Mitglied der CDA (Christlich Demokratische Arbeitnehmer, die Sozialausschüsse der CDU). 1995 wurde er Kreisvorsitzender der CDA Osnabrücker Land. Dieses Amt bekleidet er noch heute, hinzukommen Aufgaben auf Bezirksebene, Mendrina ist auch stellvertretender Landesvorsitzender der CDA Niedersachsen. Für die  KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung) ist er überregional in sozialpolitischen Arbeitskreisen aktiv. Es versteht sich, dass er auch die regionale Entwicklung seiner  Heimatgemeinde nie aus den Augen verliert.
Schledehausen ins Blickfeld holen
Für seinen Ortsteil Schledehausen will er mehr sein als Gratulant bei den Jubiläen. Es sei sehr wichtig, den Ortsteil wieder intensiver ins Bissendorfer Interesse zu holen. „Nach der umfassenden Ortskernsanierung in Bissendorf und der Dorferneuerung in Wissingen-Jeggen ist jetzt Schledehausen dran“, sagt Klaus Mendrina und ergänzt: „Wir brauchen Wohnungen und Bauplätze für junge Familien, damit die Kaufkraft vor Ort steigt und Schledehausen als Wohn- und Lebensort interessant bleibt“.
Vielversprechend bewertet er die neue Entwicklung „des Berges“, dem Gelände des ehemaligen Sanatoriums . Wenn das Projekt gelingt, könnten Bewohner, Mitarbeiter und Besucher Schledehausen neuen Auftrieb geben.
Dann spricht der Ortsvorsteher über sein zurzeit wichtigstes Thema: die Verkehrssicherheit. Veränderungen an der beampelten Kreuzung sind bereits umgesetzt. Es gibt eine zusätzliche Blinkanlage und für den ungehinderten Blick der Schulkinder wurde eine Werbebespannung entfernt. Insgesamt müsse die Kreuzung Bergstraße/Neue Straße so gestaltet sein, dass alle Generationen mit einem sicheren Gefühl die Straßen queren können, denn diesen Bereich nutzten Schulkinder, Altenheimbewohner, Arzt- und Apothekenbesucher sowie alle, die einkaufen möchten.
Ein Artikel von Bärbel Recker-Preuin