Schüler in die Kommunalpolitik

16.10.2014

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Von links: Matthias Effenberger ( Stv. Vorsitzender), Christian Giesker ( Beisitzer ), Thomas Quast ( Vorsitzender ), Sebastian Bakenhohl ( Beisitzer ), Jannik Kandzi ( Pressesprecher ), Charlotte Tellmann ( Schatzmeisterin ) und Alessandra Lindhorst ( Stv. Vorsitzende)

Schüler in die Kommunalpolitik

Junge Union Bissendorf fordert AG zum Thema „Kommunalpolitik“

Am Freitag hat die Junge Union Bissendorf eine Eingabe bei Bürgermeister Guido Halfter (parteilos) eingereicht, in der sie die Einführung des Projektes „Schüler in die Kommunalpolitik“ fordert. Den jungen Menschen in Bissendorf soll die Möglichkeit gegeben werden, Ratsmitglieder bei ihren Sitzungen zu begleiten, um das Interesse an der Politik vor Ort zu stärken und sie für unsere demokratischen Strukturen zu begeistern.

Thomas Quast, Vorsitzender der JU Bissendorf sagt: „ Wir wollen mit unserem Projekt junge Menschen erreichen, die sich später vielleicht auch in unserer Gemeinde engagieren. Aktuell sind wir hier die einzige politische Jungendorganisation.“

Die Junge Union Bissendorf, die seit 3 Jahren politische Jugendarbeit betreibt, bemängelt, dass der Stellenwert der Kommunalpolitik im Bewusstsein der Bevölkerung stark abgenommen hat. „Bei der Kommunalwahl 2011 betrug die Wahlbeteiligung für die Wahl zum Kreistag des Landkreises Osnabrück gerade einmal 54,9%. Besonders niedrige Wahlbeteiligungen herrschen dabei bei den Jung- und Erstwählern.“, berichtet Alessandra Lindhorst, stellvertretende Vorsitzende der JU Bissendorf. „Bei der Bundestagswahl 2013 lag die Wahlbeteiligung der 18 bis 24-jährigen ca. 10 % unter dem Durchschnitt.“

Matthias Effenberger, stellvertretender Vorsitzende der JU Bissendorf und Kreisschatzmeister der JU Osnabrück-Land erklärt: „Wir schlagen daher die Einführung einer Arbeitsgemeinschaft (AG) für Schüler der 9. oder 10. Klassen vor, in der die Schüler/-innen die grundlegenden Abläufe der Politik kennenlernen, wie beispielsweise die Gesetzgebungsverfahren und die Struktur der Gemeindeverwaltung. Das Besondere bei dieser AG ist, dass die Schüler ein Ratsmitglied als Paten bekommen, den sie zu den Ausschuss-, Fraktions-, und Gemeinderatssitzungen begleiten. Durch die Teilnahme an solchen Sitzungen kann hautnah miterlebt werden, was es heißt, sich kommunalpolitisch zu engagieren und Entscheidungen zu steuern und mitzutragen.“ Hierbei sei eine Zusammenarbeit mit der Oberschule am Sonnensee wünschenswert.

Ein Beispiel dafür findet sich im Osnabrück Land. In der Stadt Bramsche hat sich bereits seit mehreren Jahren dieses Projekt erfolgreich etabliert. Die Teilnehmerzahlen von bis zu 60 Schülern zeigen das grundsätzliche Interesse von Jugendlichen an der Kommunalpolitik.

Jedoch ist eine Zusammenarbeit mit einer Schule keinesfalls Voraussetzung für dieses Projekt, dies gelingt etwa im KidS Projekt der Stadt Osnabrück, das das gleiche Ziel verfolgt.

Die Junge Union Bissendorf hofft auf ein positives Urteil des zuständigen Gremiums und würde sich freuen, wenn die Schüler bereits im nächsten Schuljahr an solch einer Arbeitsgemeinschaft teilnehmen könnten.