Bissendorfer Ausschuss stellt Weiche für Natberger Gewerbegebiet

06.07.2014

luftbild-autobahnauffahrt-a30-natbergen-flaeche_fullDass sich im Natberger „Beetkamp“ Gewerbebetriebe ansiedeln können, ist in greifbare Nähe gerückt. Der Bissendorfer Planungs- und Entwicklungsausschuss stimmte der 31. Änderung des Flächennutzungsplans und dem Bebauungsplan Nummer 144 zu. Bedenken zu den notwendigen Kompensationsmaßnahmen kamen lediglich von den Grünen, wobei sich nur Marie-Dominique Guyard mit ihrer Stimme enthielt.

Bevor es an die Abstimmung ging, erläuterte Johannes Eversmann von der Ingenieurplanung Wallenhorst (IPW) die Stellungnahmen der Öffentlichkeit und der Behörden. Das Plangebiet „Beetkamp“ liegt nördlich der Straßenmeisterei und westlich des Eistruper Berges.

Die Stadt Osnabrück gab die Verkehrsführung und die damit verbundene Verkehrsbelastung an der Mindener Straße zu bedenken. Diesen Punkt nahm Ingenieur Eversmann zur Kenntnis, allerdings sei er nicht evident, zumal beim Bauvorhaben „Brinkhege“ keine überhöhte Belastung festzustellen war. Insgesamt gab es von offiziellen Seiten keine schwerwiegenden Einwände und auch schriftliche Stellungnahmen der Bürger seien nicht eingegangen.

Konkreter Grund für die Änderungen ist das Vorhaben der Firma Runge, diese plant einen neuen Firmensitz am Eistruper Berg. Für die Ansiedlung Runge und anderer wird ein 6,1 Hektar großes Gebiet ausgewiesen. Davon dürfen 2,24 Hektar nicht bebaut werden. Grün- und Abstandsflächen und ein Regenrückhaltebecken sind geplant. Die Flächen sollen kleineren und mittleren Betrieben vorbehalten bleiben.

In der anschließenden Diskussion merkte Claus Kanke (Grüne) an, dass das Maßnahmenpaket der Flächenkompensation ein „dickes Haar in der Suppe ist“. Er könne die Ansicht nicht teilen, dass eine überzeugende Kompensation stattfinde. Viel mehr wünsche er sich die Aufwertung kritischer Flächen. Die Frage, ob in unmittelbarer Nähe des Planungsgebietes Kompensationspunkte zu finden seien, konnte Eversmann nicht bestätigen. Die zur Verfügung stehenden Flächen seien zu gering. Bürgermeister Guido Halfter bemerkte, dass die Kompensationsflächen an der Waldakademie in Schledehausen und der Hiddinghauser Bach zumindest in der Gemeinde liegen und sprach von „Negativismen“ seitens der Grünen. Auch Marie-Dominique Guyard (Grüne) äußerte sich kritisch. Guyard enthielt sich ihrer Stimme, während Kanke und alle anderen Ausschussmitglieder für die Änderungen im Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet stimmten.

Ratsherr Volker Buch (CDU) freute sich trotz der Kritik der Grünen über die Pläne: „Die gewerbliche Entwicklung geht weiter. Ein positives Zeichen.“

NOZ 05.07.2014